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Samstag, 12. Oktober 2013

Apfelrotkohl klassisch

Zu Braten Rouladen, Goulasch und vielen anderen gerichten passt Apfelrotkohl sehr gut. Deshalb hier für euch eine kleine Anleitung, wie ich meine Version des Klassikers zubereite.

Zutaten

für 4 Personen als Beilage

ein Glas á 650g Rotkohl
2 kleine, säuerliche Äpfel (je etwa 150-180g im ungeschälten Zustand)
etwas Butter (ca. ein EL)
1 EL Mehl
1 kleine Zwiebel oder 2 Chalotten
eine Prise Zimt
etwas Balsamicoessig, rot
optional 2 Nelken und 2 Lorbeerblatt




Zubereitung

  • Zwiebel schälen und sehr fein würfeln.
  • Butter in einem Topf schmelzen.
  • Zwiebeln darin glasig dünsten.
  • 1 EL Mehl hinzufügen und mit der Butter mischen. Kurz anschwitzen und alles mit etwas Balsamico (1-2 EL) ablöschen. 
  • Temperatur senken und kurz köcheln lassen.
  •  Rotkohl aus dem Glas zugeben und alles gut vermischen.
  • Die Äpfel schälen und entkernen. Auf der Küchenreibe grob raspeln.
  • Apfel in den Topf geben. Alles gut mischen.
  • Mit Zimt und Balsamico abschmacken.
  • Wer mag kann ein Lorbeerblatt und zwei Nelken mit Kochen.
Kosten $
Zeit 20 bis 30min
Schwierigkeit *

Freitag, 11. Oktober 2013

Böhmische Knödel

Für viele Gerichte gibt es ja so etwas wie "die" Beilage(n), die klassisch und gern dazu gereicht werden. Bei Rouladen sind das meiner Meinung nach Kartoffeln oder eben Knödel - Semmelknödel sind super, aber Böhmische Knödel der Hit!
Da meine Mutti gestern dem Göttergatten Rouladen zauberte, kümmerte ich mich abends dann um die Beilagen. Ohne wirklich Ahnung zu haben, improvisierte ich munter drauf los und bin schwer begesitert, denn das Ergebnis schmeckte wirklich gut.
Der Teig gelingt sicher auch Anfängern, also traut auch ;-)




Zutaten

für 2 große Knödel zu je 8-10 Scheiben

200g Mehl
200g Weichweizengries
3-4 gehäufte EL Semmelmehl
1 Ei
200ml lauwarme Milch
etwas Salz, 1 TL Zucker
nach Belieben Muskat
1 Pk. Trockenhefe

Zubereitung

  • Milch lauwarm werden lassen auf dem Herd.
  • Mehl, Salz und Zucker gut vermischen in einer großen Schale.
  • Milch, Ei und Mehlmischung gut verkneten, der Teig klebt ein wenig, lässt sich aber gut vom Schüsselrand lösen. Die Milch darf nicht heiß sein, sonst stockt das Ei!
  • Semmelmehl einkneten.
  • Teig 30 bis 40 min gehen lassen.
  • Teig leicht bemehlen und gut durchkneten.
  • Teigmenge halbieren und zwei längliche Knödellaibe formen.
  • Nochmal gehen lassen.
  • Währenddessen einen großen Topf mit Salzwasser aufsetzen bis das Wasser einmal aufgesprudelt hat.
  • Temperatur stark vermindern - das Wasser sollte leicht simmern.
  • Knödel vorsichtig in den Topf geben - sie schwimmen oben.
  • Deckel auf den Topf legen und Knödel nach ca. 15 bis 20 min einmal wenden.
  • Die Knödel sind nach 30 bis 40 min deutlich größer und glänzen außen schön.
  • Aus dem Topf nehmen und kurz abdampfen lassen.
  • Man kann die weichen Knödel mit einem sehr scharfen Messer oder Küchengarn gut schneiden.

Kosten $
Zeit 90 Minuten inklusive Gehzeit

Schwierigkeit *

Sonntag, 31. März 2013

Schwedisches Ostermenu: Lammfilet mit Möhrenbernaise

Wer es zu Ostern lieber raffiniert und frisch mag statt traditionell und schwer, dem sei dieses Hauptgericht empfohlen, das ich in einer schwedischen Kochzeitschrift entdeckt habe.

Als Hauptgericht für 4 Personen

Zutaten
Für die Lammfilets:
4 Lammfilets á 150-200 g
Olivenöl
Butter
3 Zweige Rosmarin
1 große Knoblauchzehe
geriebene Schale einer Biozitrone

Für die Möhrenbernaise:
ca. 4 große Möhren (etwa 400 g)
2 TL Estragon
2 EL weißen Balsamicoessig
2 EL Butter

Zubereitung
Lammfilet:
1. Lammfilets waschen, trockentupfen und eventuell putzen.
2. Knoblauch schälen und zusammen mit dem Rosmarin sehr fein hacken. Schale der Zitrone abreiben. Knoblauch, Rosmarin und Zitronenschale vermischen und auf einem Schneidbrett oder Teller verteilen.
3. Die Lammfilets in Butter und Olivenöl von beiden Seiten je 2 min scharf anbraten, dann etwa 10 min bei geringer Hitze ziehen lassen, bis der gewünschte Durchheitsgrad erreicht ist.
4. Das Fleisch in der Knoblauch-Rosmarin-Zitronenmischung wenden und noch einmal kurz in die Pfanne legen, um die Würzmischung etwas zu erwärmen.

Möhrenbernaise:
1. Möhren schälen und in Stücke schneiden.
2. Die Stücke in leicht gesalzenem Wasser gar kochen.
3. Die Möhren abgießen, jedoch etwas von dem Kochsud auffangen.
4. Die Möhren mit einem Pürierstab glattpürieren.
5. Butter, Balsamicoessig und Estragron einrühren und mit dem Pürierstab alles noch einmal durchmischen. Bei Bedarf einige EL des Möhrensuds zugeben, um die Bernaise etwas flüssiger zu machen. Ich habe etwa 8 EL Sud zugegeben.
6. Die Möhrenbernaise anstelle von Soße servieren.

Zubereitungszeit: ca. 30 min
Kosten: $$$ für das Lamm, $ für die Möhrenbernaise
Schwierigkeitsgrad: **

Samstag, 22. Dezember 2012

22. Türchen: Postapokalyptischer Nudelsalat

Der Maya-Weltuntergangstag ist gekommen und gegangen, ohne dass die fest eingetaktete Apokalypse stattgefunden hätte, und hat eure kompletten, nicht vorhandenen Heilig-Abend-bei-Omi-Verpflegungspläne über den Haufen geworfen? Jetzt muss schnell ein Rezept her, für das man nicht vier Wochen vorher beim Fleischer die zugehörige Premium-Stopfgans ordern muss. Wir haben da was: Einen einfachen, schnell zubereiteten Nudelsalat, mit Zutaten, die ihr wahrscheinlich sowieso im Haus habt, und der beliebig ergänzt und erweitert werden kann, und neben Knack und Biss auch noch Pfiff hat.

Zutaten
für 10 Portionen

1 große rote Paprika
1 große rote Zwiebel
15 grüne Oliven, gefüllt mit Paprikapaste
Ein halbes Glas eingelegte Kapern
100g Reibekäse
1 Dose Thunfisch im eigenen Saft
400g Naturjoghurt
Gewürzparade
500g Maccharoni

weißer und schwarzer Pfeffer,
Liebstöckel, Kreuzkümmel,
Dillspitzen, Petersilie, Oregano,
Thymian, Salz, ggf. Chili

Zubereitung
  1. Die Nudeln gleich zu Beginn nach Packung bissfest kochen. Nicht zu weich werden lassen! Im Anschluss abtropfen und abkühlen lassen.
  2. In der Zwischenzeit die Paprika entkernen und fein würfeln. Zusammen mit den abgetropften Kapern und dem Reibekäse in eine große Schüssel geben.
  3. Die Zwiebel in feine Streifen schneiden und ebenfalls in die Schüssel geben.
  4. Die Oliven mit einem guten Messer in Scheiben schneiden und ab in die Schüssel damit!
  5. Nackscher Salat is nacksch.
  6. Zuletzt den Thunfisch abgießen, gegebenenfalls mit einem Löffel etwas zerkleinern und zu den anderen Zutaten geben.
  7. Nun geht's an's Eingemachte - das Dressing ist fällig. Dafür zunächst den Pfeffer mit etwas Salz zerstoßen und anschließend mit den Kräutern im Mörser kleinreiben. Die Würzmischung kann je nach Geschmack variiert werden, so zum Beispiel um etwas Chili ergänzt werden. Wichtig ist aber, dass mit den Gewürzen nicht gegeizt wird, denn der Salat zieht gewaltig viel Aroma aus dem Dressing. Als Grundmischung empfiehlt sich das folgende Würzverhältnis: 20 schwarze Körner, 15 weiße Körner, sechs große Prisen Liebstöckelpulver, zwei große Prisen Kreuzkümmelpulver, 10 Prisen Dillspitzen, ein viertel Glas gefriergetrocknete Petersilie bzw. ein halbes Bund frische Petersilie (inkl. Stiel kleinhacken!), drei große Prisen Oregano, fünf große Prisen Thymian und eine kleine rote Chili.
  8. Die Würzmischung zusammen mit dem Joghurt in eine Schüssel geben und gut durchmischen. Kurz ruhen lassen.
  9. Währenddessen die Salatgrundlagen gut durchmischen und schließlich die Nudeln unterheben.
  10. Nun das Dressing mit Salz und Pfeffer abschmecken. Es soll sehr intensiv schmecken. Wenn es wirklich zuviel geworden ist (Salz oder Schärfe), kann man notfalls mit Vollmilch die schlimmsten Schäden reparieren und das Dressing wieder in schmackhafte Gefilde holen.
  11. Zuguterletzt den Salat mit dem Dressing vermengen und gut durchrühren. Mindestens zehn Minuten ruhen lassen und dann nochmals abschmecken.Mindestens eine halbe Stunde durchziehen lassen.

Der fertige Salat mit passendem Zubehör.

Anmerkungen

Der Salat sollte vor dem Verzehr unbedingt auf Raumtemperatur aufgewärmt werden, sonst leidet das Aroma beim Essen. Der Salat lässt sich hervorragend mit allerlei Würstchen, herrlichen Buletten oder beliebten Steakspezialitäten kombinieren. Essen Kinder mit, so sollte die Chili weggelassen werden. Etwas Ketchup im Dressing bringt dann als Ersatz für die rote Schote etwas Fruchtigkeit und Farbe mit.

Wer es etwas exotischer mag, ersetzt die grünen Standardoliven durch schwarze Gemlik-Oliven aus der Feinkostabteilung. Dann (und nur dann ;) kann man auch die Kapern weglassen - sonst fehlt insbesondere dem Thunfisch der passende Begleiter.
Auch der Reibekäse, der hier eher als Füllmasse und Gegengewicht zur Chili mitschwingt, darf bei Bedarf gegen zerbröckelten Hirtenkäse ausgetauscht werden. Mit diesen beiden letzten Änderungen wandert der Salat dann kulinarisch aber deutlich in den Mittelmeerraum, womit Vorsicht bei der Wahl der Fleischbeilage walten gelassen werden muss. Die köstlichen Pizza-Buletten von Frida um die Ecke passen dann aber immernoch! 

Schwierigkeitsgrad: *
Kosten: $$
Zubereitungszeit: 30 Minuten (+ Ziehzeit)

Samstag, 15. Dezember 2012

15. Türchen: Champignon-Antipasti-Salat

Statt der üblichen Rahmchampignons gibt es heute eine Beilage mit Pfiff. Die leckeren Pilzlein gesellen sich dabei zu einem fein-säuerlichen Balsamico-Dressing mit exotischem Touch.



Zutaten

für 2 bis 3 Portionen

500g weiße Champignon, mittel bis groß
2 EL Sojasoße
4 EL Balsamico rosso
4 bis 5 EL Wasser
3 EL Zucker
1 Prise Salz
schwarzer Pfeffer
getrockneter Dill
frische, gehackte Petersilie oder Koriander je nach Vorliebe
etwas Olivenöl (ca. 1 bis 2 EL)

Zubereitung

  1. Pilze in hauchdünne Scheiben schneiden.
  2. Dressing aus den übrigen Zutaten anrühren. Dabei alles gut vermischen und ständig rühren, damit sich der Zucker vollständig auflöst.
  3. Pilze mit dem Dressing marinieren und ca. 20 Minuten ziehen lassen.

Anmerkung

Sollte das Dressing zu intensiv werden, kann man noch etwas Wasser hinzufügen oder die Menge an Pilzen erhöhen. Grundsätzlich sind Chamignons auch roh ein Genuß. Wer die Pilze lieber gegart mag (oder besser verträgt), brutzelt sie für 1 bis 2 Minuten (Da die Pilze sehr dünn sind reicht das vollkommen!) mit etwas Olivenöl in der Pfanne an und löscht mit dem Dressing ab. Allerdings ist es dann ratsam, das Dressing etwas zu verdünnen, da beim Ablöschen einges verdunstet. Natürlich kann man den Salat auch lauwarm genießen.

Samstag, 8. Dezember 2012

8. Türchen: Flammkuchen-Spiegelei

Ein schnelles Frühstück mit noblem Verwandten ist dieses Highlight: Das Spiegelei kommt nicht mit den üblichen Verdächtigen daher, sondern freut sich über etwas Gesellschaft in der Pfanne: Schinken, rote Zwiebel, Apfel und Käse machen aus dem Alltagsessen ein echtes One-Pan-Wonder!

Zutaten

für 2 Portionen

4 Eier
1 säuerlicher Apfel
1 mittelgroße rote Zwiebel
4 Scheiben Frühstücksspeck oder Bacon
2 EL geriebener Ziegengouda oder alternativ zerkrümelter weißer Käse
etwas Butterschmalz zum Braten
Zucker, Pfeffer, Salz, Rosmarin, Thymian


Leider nicht das schönste Foto, aber lecker war es trotzdem!


Zubereitung

  1. Zwiebel würfeln.
  2. Apfel schälen und ebenfalls würfeln.
  3. Speck oder Bacon in Streifen schneiden.
  4. Speck/Bacon in die Pfanne geben ohne Fett. Kurz bei großer Hitze kross braten und wieder aus der Pfanne nehmen.
  5. Zwiebeln in die Pfanne geben und bei mittlerer Temperatur kurz glasig dünsten.
  6. Äpfel hinzu fügen und ebenfalls kurz dünsten.
  7. Temperatur erhöhen.
  8. Mit etwas Zucker und einer Prise Salz über streuen und leicht karamellisieren.
  9. Hitze auf mittlere Temperatur herunter drehen.
  10. Speck/Bacon dazu geben und alles gut durchmischen.
  11. Die Eier gleichmäßig verteilt auf die Mischung geben und stocken lassen. 
  12. Wenn das Eiklar weiß ist mit Käse bestreuen und wenden.
  13. Kurz auf der Käseseite braten.
  14. Warm servieren. Dazu passt Bauernbrot und Cidre.
Schwierigkeitsgrad: *
Kosten: $
Zubereitungszeit: ca. 15 bis 20 min

Freitag, 7. Dezember 2012

7. Türchen: Warmer Rosenkohl-Apfel-Salat

Mal eine etwas andere Beilage als nur der schnöde Sahnerosenkohl ist der folgende Salat. Er peppt den Klassiker mit der Süße von Apfel und kramellisiertem Zucker, der Säure von exotischer Limette und dem heimeligen Charme von Zimt extrem auf.




Zutaten

für 4 Portionen

600g Rosenkohl
1 säuerlicher Apfel
1,5 EL Zucker
1 EL Butter
1 Messerspitze Zimt
100ml Gemüsefond
1 TL Limettensaft
Salz

Zubereitung

  1. Kohl waschen und die Blättchen auseinander zupfen.
  2. Apfel schälen und würfeln.
  3. Zucker in der Pfanne ankaramellisieren lassen.
  4. Apfel und Butter hinzufügen und etwas im Zucker wenden.
  5. Leicht salzen und den Zimt hinzugeben.
  6. Rosenkohl kurz mitbraten.
  7. Dann ablöschen mit dem Fond und etwa 5 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen.
  8. Abschmecken mit Salz und Limettensaft.
  9. Lauwarm genießen.

Schwierigkeitsgrad: *
Kosten: $
Zubereitungszeit: ca. 45 min 

Sonntag, 16. September 2012

Eingelegter Feta

Man hat nicht immer das Geld und die Zeit, allen schmacklichen Neigungen des Alltags nachzugeben, wann auch immer sie einem in den Sinn kommen. Leckere Antipasti vom Wochenmarkt zum Beispiel sind großartig, aber wenn man an den Markttage einfach keine Zeit hat, welche zu kaufen, oder einem der nötige Euro mehr fehlt, denkt man über Alternativen nach.
Warum nicht selber etwas einlegen, ganz ohne viel Aufwand und Geld? Ich hab es mit Feta probiert und geschmeckt hat es super! Der Bonus? Das ganze hat gerade mal 5 Minuten gedauert und hält sich locker ein paar Tage im Kühlschrank. Lange Wartezeiten? Fehlanzeige!

Zutaten

200g Feta oder weißen Käse
1 Prise Meersalz oder "normales" Salz (je nach Salzgehalt der Lake)
10 schwarze Pefferkörner
1 bis 2 TL getrocknete, italienische Kräuter (z. B. Oregano, Basilikum, Thymian, Rosmarin) - für den Sofortverzehr optional frische Kräuter verwenden
hochwertiges Olivenöl (z.B. Sasso)
optional: Knoblauch, fein gewürfelt und/oder getrocknete Tomaten



Zubereitung

  • Lake vom Käse abgießen.
  • Käse würfeln und in ein großes Schraubglas oder eine Schüssel geben (je nachdem, ob der Käse aufbewahrt werden soll oder gleich gegessen wird).
  • Gegebenenfalls Salz zum Käse geben.
  • Pfeffer im Mörser mahlen und zum Käse geben.
  • Kräuter (und eventuell Knoblauch/Tomaten) dazu geben.
  • Alles mischen.
  • Olivenöl hinzu geben und umrühren. Der Feta muss nicht im Öl schwimmen, sollte aber von alles Seiten damit benetzt werden.
  • Soll der Feta im Kühlschrank aufbewahrt werden, sollte er im Schraubglas mit Öl komplett bedeckt sein.
  • Frische Kräuter und frischer Knoblauch verkürzen die Lebensdauer des Produkts - der Feta sollte in diesem Falle nicht länger als 3 tage aufbewahrt werden.
  • Natürlich schmeckt der Käse umso aromatischer, je länger er mariniert, aber auch gleich nach dem Zubereiten ist er super lecker!
Kosten: $$
Schwierigkeit: *
Dauer 5 bis 10 Minuten + eventuelle Marinierzeit

Sonntag, 29. Juli 2012

Italienisches Zucchini-Gemüse vom Grill

Eine leckere, vegetarische Gemüsebeilage für den Grill. Einfachste Zutaten liefern in Kombination ein Geschmackserlebnis der italienischen Art.

Als Beilage für 4 Personen
Zutaten
1 Zucchini
1 rote Zwiebel
1 ungespritzte Zitrone
Olivenöl
1 TL frischer Zitronenthymian
grobes Meersalz

Zubereitung
1. Zucchini waschen und abtrocknen. In ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden.
2. Zwiebel schälen und in grobe, halbe Ringe schneiden.
3. Thymianblättchen von den Stielen abzupfen.
4. Jeweils 1/4 der Zucchini und der Zwiebelringe abwechselnd auf einem von 4 Stücken Alufolie aufschichten. Mit Thymian und Salz bestreuen. eine sehr dünne Scheibe Zitrone drauflegen. Mit ca. 1/2 TL Olivenöl beträufeln.
5. Alles sorgfältig in Folie einwickeln, sodaß dichte Päckchen entstehen.
6. Ca. 20 min auf dem Grill garen.
7. Zum Servieren die Päckchen auspacken.
Das Zucchinipäckchen kann man leicht zur vegetarischen Hauptspeise aufstocken, indem man Feta oder Hallumi hinzufügt.

Schwierigkeitsgrad: *
Zubereitungszeit: 25 min
Kosten: $

Donnerstag, 17. Mai 2012

Pizzabrötchen

Aus diesem Teig kann man Pizza machen, rollt man ihn aus und belegt ihn mit allerlei leckeren Belägen. Oder man macht es sich einfach und haut ihn in kleine Portionen zerteilt einfach so in den Ofen, ganz fix und ohne viel Schnickschnack.

Zutaten

für eine Pizza oder ca. 10 Pizzabrötchen

350g  und etwas Weizenmehl
1 Päckchen Trockenhefe
200ml warmes Wasser
1 TL Salz
1 gehäufter TL Zucker
etwas Olivenöl zum Betreichen
etwas grobes Meersalz und Rosmarin zum Bestreuen




Zubereitung

  •  Wasser, Salz und Zucker mischen bis sich die Zutaten aufgelöst haben.
  • Trockenhefe dazu geben und glattrühren im Wasser, damit keine Klümpchen in den Teig gelangen.
  • Hefe-Wasser mit dem Mehl vermischen. Dieser Teig wird sicher etwas kleben, aber keine Sorge...
  • Jetzt nach und nach esslöffelweise Mehl unterkneten bis der Teig glatt ist und beim Kneten nicht mehr an der Schüssel klebt, sondern sich sauber davon ablöst.
  • Den Teig mit Alu- oder Frischhaltefolie abdecken und aufgehen lassen bis er sich etwa verdoppelt hat. Wem die Zeit fehlt, stellt den Teig bei 50°C kurz in den Ofen, am besten mit Umluft oder bei leicht geöffneter Tür. Den Ofen maximal 10 Minuten an lassen, dann ausschalten und den Teig 5 bis 10 weitere Minuten gehen lassen.
  • Falls ihr eine Pizza machen wollt, muss der Teig jetzt nur noch durchgeknetet, ausgerollt und mit einer Gabel gleichmäßig eingestochen werden. Dann könn ihr ihn belegen und backen bei 180°C bis er leicht braun ist und die Beläge entsprechend aussehen.
  • Für Brötchen den Teig durchkneten und in 8 bis 10 gleiche Portionen teilen, entweder mit einem scharfen Messer oder einer sauberen Schere. Kleine Ballen formen und leicht flach drücken, dann mit Olivenöl bepinseln, Salz und Rosmarin darüber streuen und in den Ofen schieben (mittleren Schiene, 180°C, Umluft oder Ober-/Unterhitze für ca. 10 Minuten).
  • Backt die Brötchen bis sie hellgoldbraun sind, am besten in den letzten 3 Minuten nur mit Oberhitze für die Kruste. 
  • Beachtet, dass die angegebene Backzeit je nach Herd variieren kann.
Anmerkungen

Am besten schmecken die Brötchen pur zum Salat oder mit etwas Kräuterbutter bestrichen. Für eine schnelle Kräuterbutter mixt ihr weiche Butter, 1/2 Bund Schnittlauch, 1/2 Bund Petersilie, ein paar Basilikumblätter, Liebstöckelpulver, eine Prise Salz, Pfeffer und Zucker sowie einen guten Schuss Raps- oder Olivenöl gut durch. Die Butter wird schön grün und hält sich 2 Wochen im Kühlschrank.

Dauer: ca. 10 Minuten Zubereitung + Gehzeit + 10 bis 15 Minuten Backzeit
Kosten: $
Schwierigkeitsgrad: *

Samstag, 28. Januar 2012

Tschechische Semmel-Knödel

Zutaten:
500g helle Brötchen
3/8 L Milch
4 Eigelb
100g Butter
60g griffiges Mehl
Salz

Zubereitung
1. Brötchen würfeln (ca. 1,5x1,5cm) und Eigelb und Salz zugeben.
2. Butter und Milch leicht erhitzen und gut mit den anderen Zutaten vermengen.
3. Etwas Mehl und falls nötig mehr Semmeln zugeben bis eine gute, nicht zu flüssige Masse entsteht.
4. Min. 1/4h ziehen lassen
5. Knödel drehen und 20min in Salzwasser ziehen lassen.



Anmerkungen:
Die Knödel lassen sich auch prima mit Toastbrot zubereiten. Dafür muss nur etwas mehr Brot verwendet werden, sonst wird die Masse zu feucht und die Knödel fallen auseinander. Zu trocken ist aber auch nicht gut. Der Teig soll gut kleben, es sollen aber noch Brötchenstücke erkennbar sein. Nicht wundern, das Knödeldrehen ist ein ganz schönes Gematsche, aber dafür sind die Knödel himmlisch lecker... nur nicht an die Kalorien denken ;-)
Die perfekte Beilage zu Gulasch oder Braten.

Kosten: $
Schwierigkeitsgrad: ** braucht ein bisschen Fingerspitzengefühl für die Teigkonsistenz

Freitag, 6. Januar 2012

Kartoffelsalat nach Omas Art mit Röstzwiebeln

Dieser Kartoffelsalat ist eine echte Institution in unserer Familie. Sowohl Weihnachten als auch während des ganzen Jahres ist er immer das Lieblingsgericht bei meiner Oma. Er hat nur ein Manko: nur meine Oma kann ihn so machen, wie er sein muß, auch wenn man sämtliche Zutaten in den gleichen Mengen verwendet. Deshalb ist dies nur ein kläglicher Versuch, das Rezept nachzuempfinden.
Es fehlt nur noch das Würstchen.
Für 5 Portionen als Hauptgericht zum Beispiel zu Bockwürstchen

Zutaten
ca. 1 kg festkochende Kartoffeln
4 EL Majonaise
1 große Gemüsezwiebel
ca. 30 g Butter
2 EL Senf
1 EL Zucker
Pfeffer und Salz

Zubereitung
1. Kartoffeln mit Schale garkochen. Dann abgießen und ein wenig abkühlen lassen.
2. Unterdessen Zwiebel schälen und hacken. In Butter goldbraun braten. Farbe und Röstaroma sind sehr wichtig. Pfanne vom Herd nehmen.
3. In die Pfanne zu den Zwiebeln den Zucker einrühren. Senf und Majonaise einrühren.
4. Die noch warmen Kartoffeln pellen und in dünne Scheiben schneiden. In eine Schüssl geben.
5. Dressing aus der Pfanne über die Kartoffeln geben und alles vorsichtig verrühren, damit die Kartoffeln nicht allzu sehr zerbrechen.
6. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.
7. Mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen. Gelegentlich umrühren. Da die Kartoffeln das Dressing aufsaugen, kann man ein wenig Wasser zugeben, damit das Dressing cremig bleibt.
Zubereitungszeit: ca. 40 min plus Ziehzeit
Kosten: $
Schwierigkeitsgrad: An sich sollte die Zubereitung nicht als so schwierig einzustufen sein. An Omas Kartoffelsalat kommt man aber nie ran.
Hinweise: Der Kartoffelsalat an sich ist natürlich vegetarisch.
Da ist das Würstchen.

Sonntag, 6. November 2011

Möhrenrohkost mit Apfel und Curry

Jetzt, wo der Herbst angefangen hat und es draußen zeitig dunkel wird, kann man ein paar Vitamine extra immer vertragen. Was wäre dazu besser geeignet als ein feiner Rohkostsalat - und bevor jetzt wieder die Männerwelt vom Schlankheitswahn oder Kaninchenfutter zu unken beginnt: Dieser Salat ist von meinem Ehemann approved und der ist ein Feinschmecker.
Außerdem ist dieses Rezept auch etwas für absolute Kochmuffel und Leute, die am Herd zwei linke Hände haben, weil man einfach (fast) nix falsch machen kann und das Endergebnis einfach lecker ist. Und man(n) kann auch an der Reibe seine Muckis zum Einsatz bringen und das zarte Geschlecht ohne viel Aufwand beeindrucken.
Nicht zuletzt passt dieser Salat natürlich auch prima zu deftigem Lamm oder einem Schnitzel ;-)
Also: Ausprobieren und genießen!

Zutaten

für 3 bis 4 Personen

400g bzw. 2 mittelgroße Äpfel (z. B. Jonagold
400g bzw. 4 mittelgroße Karotten (entspricht ca. einem halben Bund - ich empfehle Biomöhren mit Grün)
50g Mandelsplitter
Olivenöl
Weißweinessig (alternativ Zitronensaft)
Salz, Pfeffer, Zucker, rotes Currypulver (mittelscharf, z. B. von Fuchs), Thymian (frisch oder getrockenet)
optional 500g weiche Sultaninen


Zubereitung
  1. Möhren vom Grün befreien, gründlich waschen und mit dem Sparschäler dünn schälen.
  2. Möhren mit der Haushaltsreibe grob reiben.
  3. Mit ein paar Spritzern Essig/Zitronensaft beträufeln und gut durchmischen.
  4. Äpfel waschen, schälen, vierteln und vom Kerngehäuse befreien.
  5. Ebenfalls grob reiben und unter die Möhren mischen.
  6. Je nach dem, wie süß die Äpfel sind, Zucker zugeben - also ca. 1 bis 2 gestrichene EL.
  7. Mit 1 bis 2 EL Essig/Zitronensaft, 2 Prisen Salz, 1 bis 2 Prisen Pfeffer, einem halben TL Thymian (frisch oder getrocknet) und ca. einem halben bis einem ganzen, gestrichenen TL Currypulver würzen.
  8. Den Salat kurz mit der Hand durchkneten.
  9. 2 bis 3 EL Olivenöl zugeben und erneut durchkneten.
  10. 15 bis 20 Minuten ziehen lassen.
  11. Mandeln ohne Fett in der Pfanne anrösten oder pur unter den Salat mischen.
Anmerkungen

Wer mag kann dem ganzen auch noch eine süßlichere Note verleihen und weiche Sultaninen (ca. 50g) hinzufügen. Dann sollte man aber etwas sparsamer mit dem Zucker sein.

Auch Kinder mögen diesen Salat, wenn man etwas weniger Essig/ Zitronensaft nimmt und bei der Würzung auf ein mildes Curry zurückgreift.


Schwierigkeitsgrad: *
Kosten: $$ (wegen des Fuchs-Currys, sonst $)
Zubereitungszeit: 20 bis 30 Minuten + 15 bis 20 Minuten Ziehzeit

Dienstag, 18. Oktober 2011

Pilzpfanne

Da es jetzt langsam herbstlich kalt draußen wird, dachte ich, ich stelle diesmal ein ganz gemütliches Gericht vor, eine einfache, bodenständige Pilzpfanne. Je nachdem, was man mag, kann man sie zu allen möglichen Beilagen essen: Bratkartoffeln, Reis, Semmelknödel, Nudeln... Oder man isst sie einfach so.
Viel Spaß beim Nachkochen!

Zutaten

für 3-4 Personen

500g braune Champignons, am besten Steinpilzchampignons (die sind aromatischer)
300ml Gemüsefond
1 mittelgroße rote Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
50g Ziegenfrischkäse, alternativ Doppelrahmfrischkäse
100g Créme Fraîche
Salz, Pfeffer, Thymian, Sojasauce, Zucker
Butterschmalz



Zubereitung
  1. Zunächst die Pilze säubern und in Scheiben schneiden. 
  2. Den Knoblauch schälen und fein würfeln. Beides beiseite stellen.
  3. Dann die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Im heißen Butterschmalz bei mittlerer Temperatur kurz glasig dünsten.
  4. Pilze hinzu geben, kurz auf hoher Temperatur unter mehrfachem Wenden anbraten. (Nicht zu lange braten, sonst verlieren die Pilze ihre Konsistenz und weichen durch!)
  5. Klein geschnittenen Knoblauch zugeben.
  6. Ein bis zwei reichliche Prisen Zucker darüber streuen, alles kurz ankaramellisieren lassen.
  7. Pilze mit dem Fond ablöschen. Temperatur drosseln.
  8. Fond und Pilze ein paar Minuten köcheln lassen bei mittlerer Hitze. Dann den Frischkäse hinzugeben und unter Rühren auflösen lassen.
  9. Créme Fraîche untermischen.
  10. Pilzpfanne mit Salz, Pfeffer, Thymian und einem EL Sojasauce abschmecken. 


    Schwierigkeitsgrad: *
    Kosten: $$
    Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

    Donnerstag, 6. Oktober 2011

    Mango-Avocado-Salat

    Im Sommer isst man ja häufiger mal Italienisch. Der Klassiker schlechthin ist eine Kombo aus Tomate und Mozarella. Wem das zu langweilig ist, dem empfehle ich, es einmal mit einer exotischeren Salatvariante zu probieren. Typisch italienische Zutaten wie Rucola, Mozzarella, Balsamico-Essig und Olivenöl verschmelzen hier mit der Süße karibischer Mangos und der Cremigkeit reifer Avocados.

    Zutaten

    für 4 Personen

    1 große Mango (faserarm; reif, aber nicht zu weich)
    2 mittelgroße Avocados (reif, aber nicht zu weich)
    30g Pinienkerne
    1 frische rote Chili oder 1-2 getrocknete Chilis
    500g Rucola
    300g Mozzarella
    Salz, weißer Pfeffer, weißer Balsamico-Essig, Olivenöl

    Zubereitung
    1. Mango schälen, Fruchtfleisch vom Kern schneiden und würfeln.
    2. Avocados aufschneiden, Kern entfernen. Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale lösen und ebenfalls würfeln.
    3. Mozzarella abgießen und würfeln. 
    4. Rucola waschen, trockenschütteln und grob durchhacken. Zusammen mit den Mangos, Avocados und dem Mozarella in eine Schüssel geben.
    5. Frische Chili in feine Ringe schneiden. / Getrocknete Chili fein mörsern. Zu den übrigen Zutaten geben.
    6. 2-3 EL Wasser, Salz, 2 Prisen Pfeffer, 6-8 EL Balsamico-Essig, 6-8 EL Olivenöl mischen bis sich das Salz gelöst hat, und in die Schüssel geben. Alles gut durchmischen.
    7. Pinienkerne ohne Fett in der Pfanne kurz anrösten und über den fertigen Salat streuen.



    Anmerkungen

    Je reifer die Mango und die Avocados sind, umso süßer und aromatischer wird der Salat. Allerdings darf beides nicht zu reif sein, da sie sonst zu sehr zermatschen.

    Wer mag, kann diesen Salat zusätzlich noch mit frischem Knoblauch verfeinern.

    Schwierigkeitsgrad: *
    Kosten: $$
    Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

    Montag, 3. Oktober 2011

    Einfaches Vollkornbrot

    Ein gutes Brot zu backen ist ziemlich schwierig, wie ich finde. Die meisten Rezepte sind kompliziert und langwierig, und erfordern jede Menge Zeit, Erfahrung und Können. Dieses einfache Vollkornbrot hingegen ist so einfach, dass man es mal eben ganz nebenbei zum Feierabend in den Ofen schieben kann. Alles was man dazu braucht, ist ein wenig Muskelkraft und ein gutes Vollkornmehl.

    Zutaten

    für einen kleinen Laib (ca. 1 Pfund)

    350g bis 400g Dinkel-Vollkornmehl
    125ml lauwarmes Wasser
    4-6 EL natives Olivenöl
    1 Pk. Trockenhefe
    1 gestrichener TL Salz
    2 gestrichene TL Zucker
    etwas grobes Meersalz zum Bestreuen

    Zubereitung
    1. Das Mehl abwiegen, mit Salz, Zucker und der Trockenhefe mischen und in eine Schüssel geben.
    2. In der Mitte des Mehlgemisches eine kleine Mulde formen und das Olivenöl hinzugeben. Beides locker durchmischen. Der Teig ist natürlich zu diesem Zeitpunkt eher zum Teil krümelige Ölmasse, zum anderen Teil Mehl. Aber keine Sorge, das wird schon noch.
    3. Als nächstes schrittweise mit dem Wasser zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Diesen gut durchkneten. 
    4. Den Backofen (am besten Umluft) auf 50°C einstellen und die Schüssel mit dem Teig hineinstellen. Am besten man deckt den Teig vorher mit einer Klarsicht- oder Alufolie ab, damit er nicht austrocknet. Dort im Ofen bleibt der Teig ca. eine halbe Stunde bis er merklich aufgegangen ist. Keine Sorge, wenn der Teig nicht so stark aufgeht - manche Mehle sind sehr schwer und enthalten sehr viel Klebereiweiß. In diesem Falle lasst ihr den Teig einfach noch etwas länger in der Ofenwärme.
    5. Den Teig aus dem Ofen nehmen und nochmals gut durchkneten. Dann einen flachen Fladen formen. Diesen drückt ihr mit dem Zeigefinger über die ganze Oberfläche verteilt ein.
    6. Den Brotfladen nun noch 5-10 Minuten an einem warmen, zugfreien Ort entspannen lassen. 
    7. Bevor ihr den Fladen backt, wird die Oberfläche noch ein wenig mit Olivenöl eingerieben und mit dem Meersalz bestreut.
    8. Dann geht es ab in den Ofen: Bei 180°C auf der mittleren Schiene dauert es ca. 30-50 Minuten - je nachdem wie euer Herd arbeitet. 
    9. Das Brot ist fertig, wenn die Kruste fest ist und beim Einstechen mit einem Holzstäbchen kein Brotteig am Stäbchen kleben bleibt - ganz wie beim Kuchen.
    10. Die Kruste des Brotes wird am besten, wenn man auf den Boden des Backofens ein kleines, feuerfestes Gefäß mit Wasser stellt.

    Das fertige Brot, mit Biss vom Brotvampir ;)

    Anmerkungen

    Das Brot wird relativ kernig - das liegt am Vollkornmehl. Nehmt ihr stattdessen normales Weizenmehl, wird der Teig stärker aufgehen und etwas fluffiger. Der Geschmack erinnert dann eher an Pizzabrot. Das Vollkornbrot hingegen hat einen nussigeren, rustikaleren Touch. Trotz seiner leicht süßlichen Note ist es herrlich herzhaft und passt gut zu deftigen Fleischgerichten oder mediterranen Salaten.

    Schwierigkeitsgrad: **
    Kosten: $$
    Zubereitungszeit: 1,5 bis 2 Stunden inkl. Backzeit

    Sonntag, 2. Oktober 2011

    Indisch angehauchter Tomaten-Gurken-Salat

    Als Fan der indischen Küche und Liebhaber einfacher, ursprünglicher Gerichte freue ich mich immer wieder, wenn ich mit wenigen Zutaten etwas zusammenfügen kann, das so richtig Lust auf's Essen macht. Außerdem sind solche Gerichte auch immer schön schnell gemacht. Eine dieser Kompositionen stelle ich euch jetzt vor.

    Zutaten

    für 2-3 Personen

    500g Bio-Rispentomaten
    ½ Salatgurke
    1 kleine rote Zwiebel
    350g Naturjoghurt
    Salz, Pfeffer, Zucker, Kreuzkümmel

    Zubereitung
    1. Tomaten vom Strunk befreien und zehnteln.
    2. Salatgurke längs halbieren und die Hälften in Scheiben schneiden.
    3. Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden.
    4. Alle Zutaten mischen.
    5. Der Joghurt wird für das Dressing mit den Gewürzen abgeschmeckt. Dabei gilt: Mit dem Zucker sparsam sein, mit dem Kreuzkümmel verschwenderisch.
    6. Dressing mit den übrigen Zutaten mischen und den Salat gut durchrühren. Eventuell noch mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
    7. Der Salat schmeckt am besten leicht gekühlt.

     
    Anmerkungen

    Der Salat eignet sich hervorragend als Beilage zu sehr scharfen Gerichten oder einfach so an warmen Sommerabenden.

    Schwierigkeitsgrad: *
    Kosten: $
    Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten + 10 Minuten im Kühlschrank

    Mittwoch, 28. September 2011

    Avocada Kedavra - tödlich leckere Avocadocreme


     Zutaten:

    * 1 große oder 2 kleine Avocados, zum Beispiel die Sorte mit dem schönen Namen "Hass" (knubbelige, rötliche Schale)
    * 50g Ziegenfrischkäse natur
    * 1 bis 2 getrocknete Chilischoten
    * 1/2 kleine Zwiebel
    * Salz, weißer Pfeffer, Zucker zum Abschmecken
    * 1 bis 2 EL Rose's Limejuice oder alternativ Saft einer Limette


    Zubereitung:

    1.  Die Avcocado wird aufgeschnitten, das Fruchtfleisch mit einem kleinen Löffel herausgeschält und mit dem Limejuice oder dem Limettensaft grob vermengt, damit das schöne Grün erhalten bleibt.


    2. Zur Avocado kommt dann der Frischkäse und die fein gemörserte(n) Chilischote(n), eine Prise Salz,  eine Prise Pfeffer und ein/zwei Prisen Zucker.
    3. Alles fein pürieren bis die Masse cremig ist. Bei Bedarf noch etwas Limejuice/Limettensaft hinzufügen, falls die Creme zu fest sein sollte oder etwas Frischkäse, falls die Masse zu weich ist, was bei sehr reifen Avocados doch schonmal passieren kann.
    4. Die halbe Zwiebel, fein gewürfelt, kommt erst ganz zum Schluss an das Gemisch und darf auf keinen Fall mit püriert werden, da sie sonst schnell bitter und der Zwiebelgeschmack zu dominant wird.  
    5. Die Creme nochmal gut durchrühren und nachwürzen nach Belieben.




    Anmerkungen:

    Die Creme ist eine Homage an Guacamole, wobei an das mexikanische Original eigentlich kein Frischkäse gehört, sondern nur Gewürze, grüne Chilis, Limettensaft, Korianderkraut und natürlich Avocado. Trotzdem schmeckt diese Variante tödlich gut und hat sogar schon einige Ziegenkäsehasser und Avocadoverächter überzeugen können.
    Der leider nicht überall zu bekommende Rose's Limejuice ist übrigens der absolute Knaller in diesem Rezept. Das "Getränk" ist milder und süßer als Limettensaft und trotzdem sehr aromatisch. Die Anschaffung lohnt sich auch deshalb, weil man ihn super in einer Menge Cocktails unterbringen kann ;-)


    Schwierigkeitsgrad *
    Kosten: $$
    Zubereitungszeit:  maximal 15 Minuten

    Freitag, 23. September 2011

    Scharfer Kartoffelsalat mit Joghurt-Dressing

    für 4 Personen als Hauptmahlzeit oder für 8 Personen als Beilage

    Die Zutaten. Nicht auf dem Bild: die Chilis, der Apfel, das Salz.
    Zutaten
    800 Gramm Kartoffeln, festkochend
    20-30 Cornichons (kleine Gewürzgurken)
    ½ Bund Lauchzwiebel
    2 große rote Zwiebeln
    3 Zehen Knoblauch
    4 Chilischoten, getrocknet
    ½ Apfel (süß, fest)

    500g Naturjoghurt
    200g Creme fraiche

    Salz, Pfeffer (schwarz, gemahlen), Thymian (gerebelt), Dillspitzen, Kreuzkümmel (gemahlen)

    Zum Abmildern bieten sich je nach Geschmack an:
    250g Hirtenkäse oder Feta
    der restliche Apfel
    weniger Chilis

    Zubereitung
    1. Die Kartoffeln in reichlich sprudelndem Salzwasser gar kochen (je nach Knollengröße 15-30 Minuten).
    2. In der Zwischenzeit die Zwiebeln würfeln, den Lauch in kleine Ringe schneiden, den Knoblauch fein hacken und die Cornichons ebenfalls in feine Scheiben schneiden.
    3. Den Apfel vierteln und entkernen. Zwei der Viertel nochmals dritteln und schließlich in breite Stifte schneiden. (Zum weiteren Abmildern ebenso mit den verbleibenden Vierteln verfahren.)
    4. Zum weiteren Abmildern den Käse in kleine Würfel (5x5x5 mm³) schneiden. Die Lake für das Dressing aufbewahren.
    5. Äpfel, Zwiebeln, Lauch, Knoblauch, Gurken und evtl. Käse in eine große Schüssel füllen und gut durchrühren. Ein wenig von dem Lauch zu Deko-Zwecken zurückhalten.
    6. Bei den Kartoffeln mit der Gabel den Garstand prüfen und wenn fertig abgießen und abschrecken.
    7. Die Kartoffeln pellen, in ca. 5mm dicke Scheiben schneiden und mit in die Schüssel geben.
    8. Für das Dressing ggf. die Lake, auf jedenfall aber etwas Gurkensud in eine kleine Schüssel geben und das Creme fraiche vollständig unterrühren. Mit etwa 400g Joghurt verdünnen.
    9. Die Chilischoten in einem Mörser fein zerkleinern und samt Kernen in das Dressing geben.
    10. Das Dressing mit großzügig Dill (3-4 EL), etwas Thymian (2 TL) und Kreuzkümmel (1 TL) verfeinern und drei Prisen Salz und 1 TL schwarzen Pfeffer unterrühren.
    11. Alle Komponenten etwa zehn Minuten ziehen lassen.
    12. Dann das Dressing nochmals gut durchrühren und mit Gurkenwasser (bringt Würze, verdünnt), dem restlichen Joghurt (mildert Schärfe) und Salz und Pfeffer abschmecken. Das Dressing sollte an dieser Stelle sehr intensiv und sehr aromatisch schmecken und auch ruhig schärfer als gewünscht ausfallen, denn die Kartoffeln "verdünnen" das Aroma des Dressings sehr stark.
    13. Schließlich das Dressing unterheben und gut durchrühren. Nochmals zehn Minuten ruhen lassen und nochmals mit Gurkenwasser, Salz und Pfeffer abschmecken. An dieser Stelle sollte der Salat bereits den Ziel-Schärfegrad und die generelle Geschmacksrichtung erreichen, darf aber ruhig noch etwas "flach" wirken, denn das Dressing entfaltet seine Wirkung mit einiger Verzögerng. Zu trocken darf der Salat jetzt nicht sein, damit beim Verzehr der Mund nicht staubt - dann lieber noch etwas Gurkenwasser nachfüllen. 
    14. Den Salat nun mindestens eine Stunde ruhen lassen - besser noch über Nacht (dann den verbleibenden Deko-Lauch aber in einer Schale mit Frischhaltefolie abdecken und in den Kühlschrank stellen).
    15. Den Salat auf Tellern anrichten und mit dem verbleibenden Lauch oder gerebelten Kräutern nach Wahl dekorieren.
    Der fertige Kartoffelsalat, an Mikrowellen-Würstchen ...

    Allgemeines
    Je länger der Salat Zeit zum Durchziehen hat, umso feiner arbeitet sich das Aroma heraus. Die Kartoffeln brauchen durchaus eine ganze Nacht Ruhe, um das Dressing in sich aufzunehmen, bieten dann aber ein profund tiefes Aroma an. Als Salatbeilage passt er hervorragend zu Würstchen oder Buletten. Aufgewärmt verschiebt sich der Geschmack des Dressings meist zur Schärfe hin.

    Schwierigkeitsgrad: *
    Kosten: $
    Zubereitungszeit: 45 Minuten + 1 Nacht Ruhe

    Sonntag, 11. September 2011

    Griechischer Tomatensalat

    für 3 Personen als Hauptmahlzeit oder als Beilage für 6-9 Personen


    Die Zutaten im Überblick.
    Zutaten
    1 Kilogramm Mini-Rispentomaten, möglichst reif
    300 Gramm Hirtenkäse (Kuhmilch, 45% Fett i.Tr.)
    3 mittelgroße Zwiebeln
    3 Zehen Knoblauch
    1 kleine Chilischote (Schärfe nach Geschmack)
    gutes natives Olivenöl (extra vergine, kaltgepresst, eher italienisches als griechisches)
    Pfeffer weiß und schwarz (gemahlen, am besten aus der Mühle)
    Meersalzflocken
    Basilikum, Oregano, Thymian (gerebelt)
    Kreuzkümmel (gemahlen)

    Falls der Salat als Hauptspeise dienen soll: 
    500 Gramm "Pide" Fladenbrot vom Bäcker

    Zubereitung
    1. Käse würfeln (ca. 5x5x5 mm³) und zusammen mit der Lake in eine große Salatschüssel geben.
    2. Knoblauch entkernen und feinhacken.
    3. Chili kleinhacken und zusammen mit dem Knoblauch zum Käse in die Schüssel geben und umrühren.
    4. Für das Fladenbrot den Ofen auf 150°C (Umluft) bzw. 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen
    5. In der Zwischenzeit Tomaten entstrunken, in Streifen schneiden und zusammen mit den Kernen und enthaltenem Wasser in die Schüssel geben - die Zutaten gut durchmischen.
    6. Die Zutaten würzen: 2 EL Basilikum; je 1 EL Pfeffer weiß und Pfeffer schwarz; je 2 TL Oregano und Thymian; ½ TL Kreuzkümmel.
    7. Alles gut durchmischen und drei Prisen Meersalz zugeben - Vorsicht: der Käse ist meist schon recht salzig.
    8. Zwiebeln würfeln und mit in die Schüssel geben. Nochmals gut durchrühren und die Zutaten etwas ziehen lassen.
    9. Nun das Brot am Stück in den Ofen geben und je nach gewünschtem Krossheitsgrad 5 bis 10 Minuten aufbacken.
    10. Zwischenzeitlich den Salat mit Pfeffer und Salz abschmecken.
    11. Erst jetzt großzügig (ca. 300 ml) Olivenöl über den Salat geben und sehr gut durchmischen.
    12. Das Brot aus dem Ofen entnehmen und sofort in grobe Streifen schneiden. (Schneidbrett vorher abtrocknen!)
    13. Den Salat nochmals umrühren und mit Olivenöl abschmecken.
    14. Den Salat in Schalen und das Brot in einem Körbchen anrichten, und sofort verzehren, solange das Brot noch warm und kross ist.












      Allgemeines
      Das fertige Gericht.
      Das Öl kommt ganz zum Schluss an den Salat, damit die Kräuter, der Knoblauch, das Chili und die Gewürze die Chance bekommen, ihr Aroma schön an alle Komponenten abzugeben, bevor diese vom Öl ummantelt werden.

      Das Tomatenwasser und die Lake liefern dabei eine perfekte und sehr aromatische Grundlage für das Salatdressing - also alles schön mitverwenden.

      Aber Achtung: Die Lake und der Käse sind meist schon recht salzig, so dass beim Salzen Vorsicht angebracht ist.

      Durch die Mitverwendung des Tomatenwassers entsteht zudem besonders viel Dressing, welches sich hervorragend zum Dippen mit dem Fladenbrot eignet.

      Statt Hirtenkäse kann man auch Feta verwenden, doch dieser zerbröselt meist leichter und überlebt dadurch das häufige Umrühren nicht so gut wie der etwas festere "Ersatz".


      Je länger der Salat Zeit zum Durchziehen hat, umso aromatischer wird er natürlich. Als Salatbeilage passt er zu allem Kurzgebratenen und Fleisch und Fisch vom Grill.

      Schwierigkeitsgrad: *
      Kosten: $
      Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten