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Samstag, 21. Dezember 2013

20. Türchen: Weißer Löwe

Der weiße Löwe ist ein Cocktail nicht nur für Liebhaber von Löwen und nicht nur zu Weihnachten.

Für einen Cocktail

Zutaten
6 kleine Eiswürfel
1 Spritzer Grenadine
1 Spritzer Angostura Bitter
1 TL Zuckersirup
2 cl Zitronensaft
4 cl Rum

Zubereitung
1. Alle Zutaten in einem Cocktailshaker gut schütteln.
2. Den Cocktail in einem Cocktailglas servieren.

Zubereitungszeit: 5 min
Kosten: $ $
Schwierigkeitsgrad **

Samstag, 21. September 2013

FAQ Apfelcider selber machen

Da es zu unserem "Apfelcider selber machen"-Post schon jetzt so viele Fragen und Kommentare angesammelt haben, dachten wir, wir sammeln diese mal in einem Extrabeitrag, der nach und nach aktualisiert wird.

Fragen zu den Zutaten
Frage: Kann man zur Ciderherstellung auch Apfelsaft aus dem Supermarkt nehmen?
Antwort: Theoretisch schon. Man muß lediglich darauf achten, daß es sich um Apfelsaft ohne Konservierungsstoffe handelt. Diese würden verhindern, daß die Hefe überlebt. Pasteurisierter (wärmebehandelter) Saft funktioniert also auch. Allerdings wirkt sich das unserer Meinung nach negativ auf den Geschmack aus. Am besten also den Saft direkt aus der Mosterei beziehen oder selbst pressen.

Frage: Wie frisch sollte der Apfelsaft sein, wenn man ihn mit der Hefe ansetzt?
Antwort: Am besten sollte man den Apfelsaft sofort mit dem Starter ansetzen. Weil in der Natur überall sogenannte "wilde" Hefen vorkommen, beginnt der Saft von allein zu vergären. Schon nach einem Tag schmeckt man den Alkohol und der Saft prickelt etwas. Man kann diese Gärung natürlich auch ausnutzen, aber man kann nicht kontrollieren, ob der Geschmack am Ende angenehm ist. Deshalb sollte man so schnell wie möglich nach dem Pressen den vorbereiteten Starter mit der Weinhefe zugeben,  damit die richtige Hefe die Oberhand gewinnt.
Fragen zum Gärprozeß
Frage: Wie kontrolliert man den Alkoholgehalt?
Antwort: Zunächst sei vorweggeschickt, daß man grundsätzlich Weinhefen verwenden sollte. Diese können je nach Art einen Alkoholgehalt von 12 bis 18% tolerieren. Generell gilt, daß die Hefe so lange Zucker in Alkohol umwandelt, wie Zucker vorhanden ist oder bis die Hefe an Alkoholvergiftung eingeht. Man bestimmt also zunächst den Zuckergehalt des Apfelsaftes mit Hilfe einer Dichtemessung oder eines Refraktometers. Beide Messungen sind fehlerbehaftet, da der Apfelsaft viele Schwebstoffe und auch Säure enthält. Der Zuckergehalt in unserem Saft variiert von Jahr zu Jahr und von Sorte zu Sorte und liegt meistens zwischen 47 und 52 Oechsle (das liest man auf dem Refraktometer ab), was einem Zuckergehalt von ungefähr 100 g/l entspricht. Daraus kann die Hefe 5-6% Alkohol herstellen. Möchte man einen höheren Alkoholgehalt erreichen, muß man nach und nach die entsprechende Menge Zucker in das Gärgefäß geben.

Fragen zum Abfüllen
Frage: Fliegen einem die Flaschen nicht um die Ohren bei der Flaschengärung?
Antwort: Es ist wichtig, daß die Gärung vor dem Abfüllen in Flaschen komplett abgeschlossen ist. Beim Abfüllen gilt es dann, die Zuckermenge in der Flasche genau zu dosieren. Nach über 200 abgefüllten Flaschen, ist uns noch keine explodiert.

Frage: Wie bekommt man die sich bildende Hefe aus den Flaschen?
Antwort: Der Großteil der Hefe verbleibt beim Abfüllen (Punkt 4 in der Abfüllanleitung) im Gärbehälter im Bodensatz. Ein bißchen Hefe ist jedoch in den Flaschen erwünscht, damit sie aus dem beim Abfüllen in die Flasche gegebenen Zucker (Punkt 5 in der Abfüllanleitung) Kohlensäure herstellt. Wenn man etwas Geduld mitbringt, bevor man abfüllt, ist der Cider in den Flaschen glasklar und ohne Bodensatz. Es ist also in jeder Flasche nur so wenig Hefe, daß man sie nicht sieht. Generell beeinflußt ein bißchen Hefe am Flaschenboden den Geschmack nicht (ist wie beim Hefeweizenbier).

Fragen zur Lagerung und Haltbarkeit
Frage: Wie lange ist der Apfelcider nach der Abfüllung in Flaschen haltbar?
Antwort: Nach dem Abfüllen sollte man den Flaschen eine Ruhezeit von mindestens einem Monat gönnen. Es dauert einige Zeit, bis die Hefe den zugegebenen Zucker in Kohlensäure umgesetzt hat. Das ist auch abhängig von der Temperatur und kann in einem kalten Keller auch schon mal länger dauern. Die Haltbarkeit des Ciders wird oft mit etwa einem Jahr angegeben. Allerdings haben wir jetzt (Herbst 2013) noch Cider von 2011 im Keller, der immer noch lecker ist. Die Geschmacksstabilität und Haltbarkeit hängt davon ab, wie klar der Cider bei der Abfüllung war, wie kalt und dunkel er gelagert wird. Ein höherer Alkoholgehalt erhöht sicherlich auch die Haltbarkeitsdauer.
Fragen zum Geschmack
Frage: Warum ist der Cider so trocken?
Antwort: Im Prozess der Vergärung konsumiert die Hefe sowohl den Fruchtzucker als auch eventuell zugesetzten Zucker, um daraus in ihrem Stoffwechsel Alkohol und CO2 herzustellen. Deshalb sind sowohl selbstgemachter als auch typisch englischer und spanischer Cider eher trocken. 

Frage: Was bestimmt den Geschmackt des Ciders?
Antwort: Am meisten Einfluß auf den Geschmack haben die Hefesorte, die Apfelsorten (meist ein Gemisch) und der Alkoholgehalt. Bei den Apfelsorten beschränkt man sich ja meist auf das, was einem zur Verfügung steht. Allerdings kann man auch einen geringen Anteil (ca. 10%) Birnensaft zufügen. Das ist unser diesjähriges Experiment, und wir werden vom Ergebnis berichten. Was die Hefe angeht, haben wir die Erfahrung gemacht, daß z.B. Portweinhefe einen recht milden Cider ergibt. Unser Favorit ist allerdings Champagnerhefe. Die ergibt einen angenehm runden Geschmack.

Dienstag, 16. Juli 2013

Zitronenlimonade

Auf ganz natürliche Art und Weise lässt sich schnell und kostengünstig eine sommerliche Erfrischung zaubern: Selbstgemachte Zitronenlimonade. 

Hier wurde schon genascht!


Für ca. 1,25 Liter (5 Gläser à 250 ml)

Zutaten

10-14 Stück Würfelzucker
1 Liter Wasser oder Mineralwasser
500g Zitronen (3-5 Stück)

Zubereitung

  1. Den Würfelzucker in 100 ml lauwarmem Wasser auflösen. Bewährt für die meisten Zitronenqualitäten haben sich 12 Stück Zucker. Wem das zu viel ist, der kann weniger Zucker nehmen, muss sich dafür aber mit einer trockeneren Limo begnügen. 
  2. Die Zitronen halbieren und auspressen. Den Saft durch ein sehr feines Sieb streichen und in den Limonadengrundstoff einrühren. Das Retentat (der Rückstand im Sieb) ist bitter und hat keine weiteren Verwendungsmöglichkeiten.
  3. Das Ganze mindestens 30 Minuten, besser 1h kaltstellen, damit der warme Grundstoff aus Schritt 1 die Limo nicht so sehr auslaugt.
  4. Anschließend mit kaltem Wasser oder besser Sprudelwasser in einer schönen Glaskanne oder -karaffe mit dem restlichen Wasser auffüllen.
  5. Danach etwas warten, bis sich der Schaum gelegt hat, oder alternativ den Schaum abschöpfen. Dieser Schritt dient lediglich der Optik und hat im Kontext des Filtrierens keine Auswirkung auf Geschmack oder Textur der Limo.
  6. Sofort kalt servieren, je nach Geschmack auf Eis, mit Minze oder Zitronenmelisse - Strohhalm nicht vergessen!
Wer es sich traut, kann die Zitronen durch Ablecken der Schnittfläche auf ihren Säuregrad prüfen und die Zuckerwürfelmenge entsprechend anpassen. Das ist besonders lustig, wenn die lieben Kleinen bei der Zubereitung helfen dürfen!

Der Geschmack der Limo ist zuvorderst von Qualität und Reifegrad der Zitronen abhängig. Erstaunlicherweise haben sich Bio-Zitronen nicht immer als besser herausgestellt. Hier hilft nur mit dem Angebot der örtlichen Händler und Supermärkte zu experimentieren.

Schritt 1 lässt sich übrigens als Basisrezept für Limonadengrundstoff auf vielfältige Art und Weise zu anderen Limonaden weiterverarbeiten. Probiert doch mal mit anderen Früchten und Aromen ein bisschen herum und meldet euch in den Kommentaren, wie eure Variante gelungen ist! Wenn Interesse besteht, können wir auch mal einen Grundstoff präsentieren, der nicht mit Kristallzucker gesüßt wird.

Schwierigkeitsgrad *
Kosten $
Zubereitungszeit: 10 Minuten plus Abkühlzeit 

Montag, 24. Dezember 2012

24. Türchen: Eierlikör

Auch ein Rezept, dass ich aus der Schule mitgebracht habe und das selbst mir als Eierlikörhasser schmeckt.



Zutaten

für ca. 0,7l

4 bis 5 Eigelb
180ml Kondensmilch (7,5% Fett)
125ml Rum (40%)
125g Puderzucker
Mark einer halben Vanilleschote

Zubereitung

  1. Dotter und Puderzucker gut verrühren, aber nicht schlagen!
  2. Langsam die Kondensmilch eingießen, dann den Rum.
  3. Vanillemark zugeben und alles nochmal gut durchmischen.
  4. Überm Wasserbad unter Rühren eindicken lassen. - Das Wasser darf nie kohen, da das Ei sonst womöglich gerinnt!
  5. Noch warm in eine saubere Flasche füllen.
  6. Sollte das Gemisch etwas zu dick werden, kann manes nachträglich mit einem Schuss Kondensmilch verdünnen.
Danke an S. für das tolle Rezept!

Zubereitungszeit: 35 Minuten
Kosten: $$
Schwierigkeit: **

Sonntag, 26. Februar 2012

Apfelcider selber machen

Gestern haben wir endlich unseren letzten Cider der Herbstäpfel von 2011 abgefüllt. Nach 5 Monaten ist der Cider jetzt fast fertig. Grund genug, mal zu berichten, wie man eigentlich Cider herstellt.

Zubehör
Weinbalon
Gummistopfen mit Loch
Gärröhrchen
Schlauch
Trichter
Flaschen
Kronkorken
Verkorker
lebensmittelsicheres Desinfektionsmittel
Refraktometer zur Zuckerbestimmung

Zutaten
Apfelsaft ohne Konservierungsmittel
Weinhefe, z.B. Burgunder
Zucker
Zubereitung
1. Wir lassen unseren Apfelsaft aus eigenen Äpfeln in einer Mosterei pressen. Dort bekommen wir den Saft unserer eigenen Äpfel ohne irgendwelche Zusatzstoffe. Für einen 20 l Weinbalon braucht man, wie der Name schon sagt, 20 l Apfelsaft, welchen man in den Balon füllt. Mit Hilfe eines Refraktometers kann man den Zuckergehalt des Saftes bestimmen, was wichtig ist, wenn man später den Alkoholgehalt des Ciders zu kontrollieren.
2. Als nächstes stellt man einen Gärstarter aus Hefe - wir verwenden Trockenhefe - und einem Glas Apfelsaft her. Beides mischt man zusammen und läßt es einige Stunden (mindestens 3) stehen, bis die Gärung beginnt (das ganze wird schaumig und "wächst").
3. Den Gärstarter gibt man dann zum Saft und verschließt den Weinbalon mit einem Stopfen und setzt ein Gärröhrchen auf den Stopfen. Das Gärröhrchen füllt man vorher mit Wasser, damit die Gärgase raus- aber keine Luft reinkommen kann.
4. Jetzt heißt es warten und die Gärung beobachten. Am besten wäre es, den Weinbalon in einem Raum mit gleichmäßiger Temperatur zu platzieren. Die Hefe setzt den Zucker im Apfelsaft in Alkohol um. Dabei wird Kohlendioxid freigesetzt, das aus dem Gärröhrchen blubbert. Wenn das Blubbern aufhört, heißt das, daß kein Zucker mehr im Saft ist.
5. Je nach gewünschtem Alkoholgehalt (Alkhol ist auch ein Konservierungsmittel für den Cider) gibt man schrittweise noch Zucker zu. Man sollte nich zu viel Zucker auf einmal zugeben, weil das Stress für die Hefe bedeutet. Die Menge hängt vom ursprünglichen Zuckergehalt des Apfelsaftes ab (dafür das Refraktometer). Wir haben verschiedene Weinbalons angesetzt mit unterschiedlichen Hefen. Die meisten haben wir dann so weit nachgezuckert, daß der finale Alkoholgehalt 8% beträgt. Der Cider, den wir gestern abgefüllt haben, hat einen Alkoholgehalt von 10%.
6. Die Gärung erreicht ihren Höhepunkt meist nach 2-3 Tagen und dauert einige Wochen bis zu 2 Monaten. Das hängt auch etwas von der Raumtemperatur ab. Im Allgemeinen schadet es nicht, den Weinbalon noch etwas länger stehenzulassen. 
7. Mit dem Abfüllen sollte man warten, bis sich fast alle Trübstoffe am Boden des Weinbalons abgesetzt haben.

Abfüllen
Beim Abfüllen ist Sauberkeit von größter Wichtigkeit. Bei uns hat sich folgendes Verfahren bewährt:
1. Bierflaschen gründlich reinigen. Die Etiketten lassen sich am besten nach einem Schnellwaschgang ohne Trocknen in der Spülmaschine entfernen. Dann noch von innen und außen gründlich putzen.
2. Eine Lösung aus Wasser und lebensmittelsicherem Desinfektionsmittel herstellen. Die Flaschen damit füllen und 5 min einwirken lassen. Dann die Flaschen entleeren und gründlich ausspülen. Dann den letzten Rest Wasser ausschütten.
3. Den Schlauch ebenfalls gründlich ausspülen und desinfizieren.
4. Den Weinbalon auf den Tisch oder einen Stuhl stellen. Die Flaschen auf dem Boden aufreihen. Mit dem Schlauch die Flüssigkeit aus dem Balon ansaugen und die Flaschen bis einige cm unter dem Rand befüllen. Dabei darauf achten, daß das Schlauchende oberhalb des Bodensatzes bleibt.
5. In jede Flasche etwas Zucker füllen: ca. 4 g auf eine 0,33l Flasche und bis zu 8 g auf eine 0,5l Flasche. Dieser Zucker sorgt nach dem Verkorken dafür, daß die Hefe noch einmal zu arbeiten anfängt und Kohlensäure produziert.
6. Die Flaschen verkorken, von außen abwischen und beschriften.
7. Dann können die Flaschen z.B. im Keller für mindestens 1 Monat gelagert werden. Die Flaschen sollten noch 2-3 mal gedreht werden, damit sich der Zucker ordentlich auflöst.

Unsere Ciderproduktion ist mittlerweile in ihren 2. Jahrgang eingetreten, und wir haben im Vergleich zum ersten Mal natürlich auch dazugelernt und das Verfahren verfeinert. Zum Beispiel haben wir mit verschiedenen Apfelsorten und Hefearten experimentiert, und festgestellt, daß beides einen großen Einfluß auf das Ergebnis hat. Unser derzeitiger Favorit ist Champagnerhefe.

Cider selber zu machen ist ein langwieriges und teilweise zeitintensives Hobby. Die Anschaffungskosten sind überschaubar, zumal man die Teile jedes Mal wiederverwenden kann. Ansonsten beschränken sich die Kosten auf Saft, Hefe, Zucker und Kronkorken. Damit kommen wir auf etwa 30 bis 50 cent pro 0,5 l Flasche. Der Zeiteinsatz ist schwer abzuschätzen, am längsten dauert wohl das Abfüllen.

Und das ist ja für diese Saison erstmal geschafft. Im Keller ruhen jetzt ca. 50 l Apfelcider und warten auf warme Tage.

P.S. Da es zu diesem Beitrag so viele Fragen  und Kommentare gibt, haben wir einen neuen Eintrag mit Fragen und Antworten zum Thema "Apfelcider selber machen" verfaßt. Schaut doch mal rein.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Alkoholfreier Weihnachtspunsch

Hier eine leckere Alternative zum Glühwein für alle, die nach der Weihnachtsfeier noch fahren müssen oder keinen Alkohol mögen.

Zutaten für 10 Becher

1,2 Liter Apfelsaft
0,5 Liter Schwarze-Johannesbeere-Saft
1 Liter Sauerkirschsaft
50g Rosinen
10g getrocknete Cranberries
1 große Orange
1 EL Lebkuchengewürz

Zubereitung
  • Alle Flüssigkeiten in einem großen Topf mischen.
  • Lebkuchengewürz, Cranberries und Rosinen hinzufügen.
  • Die Orange filettieren und ebenfalls in den Topf geben.
  • Alles bei schwacher Hitze erwärmen. Nicht kochen!


Anmerkungen

Der Punsch sollte heiß getrunken werden, mit langstieligen Löffeln kann man die Obststückchen am besten verzehren.

Schwierigkeitsgrad: *
Kosten: $
Zubereitungsdauer: ca. 15 Minuten