Montag, 31. Oktober 2011

Wintermarmelade Ki-Bi-Le

Jetzt, wo wa nur noch eine Hand voll Tage bis Weihnachten sind, kann man ja schonmal an Geschenke für die Liebsten denken. Und was wäre dafür besser geeignet, als eine köstliche, selbergemachte Kleinigkeit wie Marmelade, die man (nicht nur) bei einem gemütlichen Frühstück, Brunch oder Kaffeetrinken genießen kann. Ich finde, man verschenkt damit nämlich auch ein gewisses Gefühl, denn selbst hergestellte Marmelade hat irgendwie etwas wahnsinnig Gemütliches an sich.
Die diesjährige Wintersorte ist ein schlichtes Modell, das ganz viel Winter-Kuschel-Adventsstimmung einfängt und auch noch im Januar sehr lecker zu einem Scheibchen Brioche passt.

Zutaten

ergibt ca. 5 Gläser á 200g

500g Sauerkirschen, entsteint (TK)
500g reife Birnen (z. B. Forellenbirne)
350g Zucker
1 Päckchen Gelfix 3:1
2 bis 3 EL Zitronensaft oder 1 Pk. Zitronensäure
etwas weniger als 1 gestrichener TL Lebkuchengewürz oder Spekulatiusgewürz





Zubereitung
  1. Die (TK-)Kirschen in einen großen Topf geben. (Frische Kirschen vorher waschen und entsteinen.)
  2. Die Birnen schälen und in kleine Würfel schneiden. Stückchen ebenfalls in den Topf geben.
  3. Zitronensaft/-säure und Gewürz hinzu geben.
  4. Mischung vorsichtig pürieren. 
  5. Zucker und Gelfix mischen. 
  6. Zusammen mit den Früchten nach Packungsanleitung verarbeiten. 
  7. (Gegebenenfalls eine kleine Menge Fruchtmasse nach dem Kochen als Gelierprobe auf einen kalten Teller geben)
  8. Heiße Marmelade vorsichtig in saubere Schraubgläser füllen und fünf Minuten auf den Kopf stellen.
Anmerkungen

Wer die Marmelade mit einem Schlückchen Rum verfeinern möchte, sollte diesen erst nach dem Kochen hinzufügen, denn (zu viel) Alkohol verhindert das Gelieren! Man kann auch - wie es ein Bekannter meines Mannes macht - einfach in jedes Glas einen TL Rum geben und vorm Zuschrauben nochmal einen oben auf die heiße Marmelade, womit sich die Haltbarkeit des Kochgut auch deutlich verlängert ;-) Ansonsten hält sich diese Kreation mindestens 6 bis 8 Wochen ohne jegliche Kühlung, solange sie verschlossen ist. Angebrochen sollte man sie im Kühlschrank aufbewaren und recht bald verbrauchen.

Schwierigkeitsgrad: *
Kosten: $
Zubereitungszeit: 45 Minuten

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Klassischer Apfelkuchen

Bevor die Apfelsaison wieder vorbei ist, kommt hier ein schönes Apfelkuchenrezept, das ich als schwedisches Landei in meiner experimentellen Apfelkuchenphase ausprobiert habe.
Klassischer Apfelkuchen, hier mit Streuseln.
Ergibt etwa 24 Stücken.

Für den Teig:
500 g Mehl
80 g Zucker
100 g Margarine
1 Ei
1/4 l Milch
1 Prise Salz
1 Päckchen Trockenhefe

Für den Belag:
1-1,5 kg Äpfel
Zimtzucker
und/oder Rosinen
und/oder Streusel aus:
150 g Mehl
100 g Zucker
100 g Butter

Zubereitung
Mehl und Hefe mischen und nach uund nach die anderen Zutaten verkneten. Teig zugedeckt an einem warmen Ort ½-1h gehen lassen. Teig dünn auf das Blech ausbreiten, am Rand etwas hochdrücken. Streusel am besten mit der Hand zusammenkneten, damit sie nicht zu klein werden. Äpfel schälen und  in Scheiben oder Stücke schneiden. Äpfel auf den Teig legen und mit Rosinen, Zimtzucker und/oder Streuseln belegen. Bei 180-200°C  in der Mitte des Ofens backen. Kann gut eingefroren werden


Dieses Rezept habe ich von gallinaenena aus Heidelberg. Ich habe sowohl die Variante mit Zimt und Zucker, als auch mit Streuseln ausprobiert. Wenn man den Hefeteig in der Brotbackmaschine gehen läßt, kann man die Teigmenge etwas reduzieren. Ein leckerer Kuchen, leicht zuzubereiten und je nach Geschmack abwandelbar.

Das ganze eignet sich auch für eine Springform und ergibt einen schönen Kuchen zu einer Tasse Kaffee, auch genannt "Ditschekuchen". Dann braucht man nur ungefähr 4 große Äpfel.
Apfelstreuselkuchen in der Springform.
Preisklasse: $ bis $$ (je nach Apfelverfügbarkeit)
Schwierigkeitsgrad: **

Freitag, 21. Oktober 2011

Rindfleisch-Pilz-Pfanne

3-4 Personen (mit Kartoffeln oder Semmelknödeln als Beilage)

Zutaten
500-600g Rindfleisch (Hüfte oder Filet)
300-400g Pilze
2 tischtennisball-große weiße Zwiebeln
2 ordentliche Tl mittelscharfer Senf (am bester von Born! :-) )
200ml Waldpilzfond
200ml Sahne
1Tl Kartoffelstärke
Pfeffer
Salz
Cayenne Pfeffer
Kümmel
Petersilie

Zubereitung
1. Das Rindfleisch in Streifen schneiden (evtl. einige Stunden im Kühlschrank in etwas Öl und Pfeffer marinieren).
2. Die Pilze putzen und klein schneiden.
3. Die Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden.
4. Das Fleisch in einer tiefen Pfanne gut anbraten (bei mariniertem Fleisch ist kein Öl oder keine Margarine zum Anbraten nötig) bis es etwas Farbe hat.
5. Die Pilze in die Pfanne geben und mit braten, bis auch diese etwas Farbe haben.
6. Die Zwiebeln zugeben und ebenfalls braten.
7. 2 gehäufte Tl Senf zugeben und kurz mit abrösten.
8. Alles mit 200ml Waldpilzfond und 200-300ml Wasser ablöschen und zugedeckelt ca. 1/2h bei mittlerer Hitze köcheln.
9. Danach die Flüssigkeit auf ca. 1/2 der Anfangsmenge einkochen (von 400-500ml) lassen und einen Becher Sahne zugeben.
10. Alles aufkochen lassen und dezent mit Pfeffer, Cayenne Pfeffer, Kümmel und wenn nötig Salz würzen. Bitte Vorsicht mit dem Salz, Fonds sind meistens schon sehr salzig!!!
11. Falls nötig oder gewünscht noch mit etwas Kartoffelstärke andicken.
12. Anrichten, und auf dem Teller mit gehackter Petersilie bestreuen.

Anmerkungen:
Perfekte Beilagen wären (für mich) Kartoffeln oder selbst gemachte Semmelknödel und grüner Salat mit Zitronen-Dill-Dressing oder selbst gemachter Rotkrautsalat.

Schwierigkeitsgrad ** (ohne die Knödel ;-) )
Kosten $$-$$$ (je nach Qualität der Zutaten)

Speck-Rahm-Wirsing Topf

Hauptspeise 2-3 Personen oder ohne Kartoffeln und mit weniger Speck und Flüssigkeit als Gemüse-Beilage für 5-6 Personen

Der Herbst ist da! Und hält Einzug in meine Töpfe und Pfannen.
Den Wirsingkohl hab ich nach vielen Jahren in der "Schnitzelbank" in Heidelberg wieder entdeckt. Ein tolles kleines Restaurant mit einem sehr sympathischen Wirt aus der Heimat. Zu den fantastischen Schnitzeln, Steaks, Braten und Bratkartoffeln gibt es dort Rahm-Wirsing als Beilage.
Der Versuch diesen nach zu kochen gelang ganz gut und resultierte in der Erfindung dieser Hauptspeise.

Zutaten:
250g Durchwachsener Speck
1 Wirsingkohl
4 -6 Kartoffeln
1 Zwiebel
1 Becher Sahne
Pfeffer,
Senfkörner
Kümmel
Paprika rosenscharf (Messerspitzen)
Muskatnuss (Messerspitze, sehr sparsam!)
Kleine Priese Zucker

Zubereitung:
1. Den Speck, die Kartoffeln und die Zwiebel in feine Würfel schneiden.
2. Wirsing entblättern und die Strünke entfernen. Die Blätter dann in feine Streifen schneiden und in einem Durchschlag abspülen und abtropfen.
3. Speck in einer tiefen, großen Pfanne anbraten (Fett ist keins notwendig, wenn der Speck genug enthält). Wenn er etwas Farbe hat, die Zwiebel zugeben und glasig braten. 1/4 Tl Senfkörner zugeben und kurz mit braten.
4. Wirsingstreifen nach und nach in die Pfanne geben und unter heben, bis er zusammen gefallen ist und etwas Farbe genommen hat.
5. Die Kartoffelstückchen, Kümmel und Pfeffer (schwarz, gemahlen) zugeben und kurz mit anbraten.
6. Mit 1/2 L Wasser ablöschen und mit Deckel bei mittlerer Hitze gar ziehen lassen.
7. 1 Becher Sahne zugeben und ohne Deckel +/- cremig kochen lassen.
8. Sparsam mit Muskat, Paprika, Zucker würzen.
8. Falls nötig nach würzen. Vorsicht mit dem Salz Speck ist meist schon sehr salzig!

Anmerkung:
Vielleicht etwas abwegig, aber extrem lecker: Auf den Teller vorm Servieren etwas geriebenen Parmesan dazugeben. Jammi!!!
Schwierigkeitsgrad: **
Kosten: $-$$

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Schweinefilet in Whiskeysauce

Dieses Rezept ist sehr gut vor- und recht schnell zuzubereiten. Deshalb eigenet es sich hervorragend für Gäste. Mit wenigen, einfachen Zutaten kann man so ziemlich Eindruck machen.

Für 2 Personen als Hauptmahlzeit oder für 4 Personen, wenn es noch Vor- und/oder Nachspeise gibt

Zutaten
400 g Schweinefilet
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
Pfefferkörner, ca. 10 Stück
grobes Salz
4 Zweige Rosmarin
4 Blätter Salbei
4 Zweige Thymian
4 Scheiben Schwarzwaldschinken
2 EL Butter
1 kleine Zwiebel
250 g Pilze (bei uns waren es schwedische Pilze aus dem Wald, genannt taksvamp, die ähnlich wie Pfifferlinge schmecken)
3-4 cl Whiskey
200 ml Creme legere

 
Zubereitung
1. Schweinefilet entsehnen und in 4 gleich große Stücke schneiden.
2. Knoblauch fein hacken, Zwiebel hacken. Thymianblättchen von den Stielen abtrennen. Die unteren Nadeln von den Rosmarinzweigen abtrennen und Thymian und Rosmarin fein hacken. Pfeffer im Mörser mahlen.
3. Knoblauch, Salz, Pfeffer und Olivenöl in einer kleinen Schüssel zu einer Paste vermischen. Schweinefilets mit der Paste einreiben oder einpinseln.
4. Schweinefilets mit jeweils einer Scheibe Schinken umwickeln und mit jeweils einem Rosmarinzweig feststecken.
5. Gehackte Kräuter von allen Seiten auf die umwickelten Schweinefilets geben (mit dem Filet in die Kräuter stippen, dann halten sie automatisch). Jeweils ein Salbeiblatt auf die Schweinefilets legen.
6. Die vorbereiteten Filets mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
7. Butter in einer Pfanne erhitzen. Schweinefilets von allen Seiten anbraten, bis eine schöne Bräunung erreicht ist und die Filets fast gahr sind (wenn man auf das Fleisch drückt, merkt man, daß es elastisch ist, nicht innen wabbelich). Die Filets in Alufolie einwickeln und in einer ofenfesten Form im Ofen bei 100°C nachziehen lassen, damit sie durchgahren. (Wenn man ein Fleischthermometer hat, kann man damit testen, ob das Fleisch eine Kerntemperatur von 65°C erreicht hat. Ansonsten den Drucktest durchführen oder im Zweifelsfall das dickste Filet anschneiden.)
8. Im Bratenansatz in der Pfanne zuerst die Zwiebel und dann die Pilze in gegebenenfalls mehr Butter anbraten. 
9. Mit Whiskey ablöschen. Creme legere zugeben. Alles gut verrühren. Mit Pfeffer und Salz nachwürzen. Schließlich die Schweinefilets aus der Folie auspacken, den Bratensaft an die Sauce geben.

Filets und Sauce passen sehr gut als Beilage zu Farfalle. Ich kann sie mir aber auch gut mit Linguine oder Pellkartoffeln vorstellen.

Schwierigkeitsgrad **
Kosten $$
Zubereitungszeit: 20 min Vorbereitung, 2 h Ziehzeit, 20 min Kochzeit

Dienstag, 18. Oktober 2011

Pilzpfanne

Da es jetzt langsam herbstlich kalt draußen wird, dachte ich, ich stelle diesmal ein ganz gemütliches Gericht vor, eine einfache, bodenständige Pilzpfanne. Je nachdem, was man mag, kann man sie zu allen möglichen Beilagen essen: Bratkartoffeln, Reis, Semmelknödel, Nudeln... Oder man isst sie einfach so.
Viel Spaß beim Nachkochen!

Zutaten

für 3-4 Personen

500g braune Champignons, am besten Steinpilzchampignons (die sind aromatischer)
300ml Gemüsefond
1 mittelgroße rote Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
50g Ziegenfrischkäse, alternativ Doppelrahmfrischkäse
100g Créme Fraîche
Salz, Pfeffer, Thymian, Sojasauce, Zucker
Butterschmalz



Zubereitung
  1. Zunächst die Pilze säubern und in Scheiben schneiden. 
  2. Den Knoblauch schälen und fein würfeln. Beides beiseite stellen.
  3. Dann die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Im heißen Butterschmalz bei mittlerer Temperatur kurz glasig dünsten.
  4. Pilze hinzu geben, kurz auf hoher Temperatur unter mehrfachem Wenden anbraten. (Nicht zu lange braten, sonst verlieren die Pilze ihre Konsistenz und weichen durch!)
  5. Klein geschnittenen Knoblauch zugeben.
  6. Ein bis zwei reichliche Prisen Zucker darüber streuen, alles kurz ankaramellisieren lassen.
  7. Pilze mit dem Fond ablöschen. Temperatur drosseln.
  8. Fond und Pilze ein paar Minuten köcheln lassen bei mittlerer Hitze. Dann den Frischkäse hinzugeben und unter Rühren auflösen lassen.
  9. Créme Fraîche untermischen.
  10. Pilzpfanne mit Salz, Pfeffer, Thymian und einem EL Sojasauce abschmecken. 


    Schwierigkeitsgrad: *
    Kosten: $$
    Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

    Donnerstag, 6. Oktober 2011

    Mango-Avocado-Salat

    Im Sommer isst man ja häufiger mal Italienisch. Der Klassiker schlechthin ist eine Kombo aus Tomate und Mozarella. Wem das zu langweilig ist, dem empfehle ich, es einmal mit einer exotischeren Salatvariante zu probieren. Typisch italienische Zutaten wie Rucola, Mozzarella, Balsamico-Essig und Olivenöl verschmelzen hier mit der Süße karibischer Mangos und der Cremigkeit reifer Avocados.

    Zutaten

    für 4 Personen

    1 große Mango (faserarm; reif, aber nicht zu weich)
    2 mittelgroße Avocados (reif, aber nicht zu weich)
    30g Pinienkerne
    1 frische rote Chili oder 1-2 getrocknete Chilis
    500g Rucola
    300g Mozzarella
    Salz, weißer Pfeffer, weißer Balsamico-Essig, Olivenöl

    Zubereitung
    1. Mango schälen, Fruchtfleisch vom Kern schneiden und würfeln.
    2. Avocados aufschneiden, Kern entfernen. Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale lösen und ebenfalls würfeln.
    3. Mozzarella abgießen und würfeln. 
    4. Rucola waschen, trockenschütteln und grob durchhacken. Zusammen mit den Mangos, Avocados und dem Mozarella in eine Schüssel geben.
    5. Frische Chili in feine Ringe schneiden. / Getrocknete Chili fein mörsern. Zu den übrigen Zutaten geben.
    6. 2-3 EL Wasser, Salz, 2 Prisen Pfeffer, 6-8 EL Balsamico-Essig, 6-8 EL Olivenöl mischen bis sich das Salz gelöst hat, und in die Schüssel geben. Alles gut durchmischen.
    7. Pinienkerne ohne Fett in der Pfanne kurz anrösten und über den fertigen Salat streuen.



    Anmerkungen

    Je reifer die Mango und die Avocados sind, umso süßer und aromatischer wird der Salat. Allerdings darf beides nicht zu reif sein, da sie sonst zu sehr zermatschen.

    Wer mag, kann diesen Salat zusätzlich noch mit frischem Knoblauch verfeinern.

    Schwierigkeitsgrad: *
    Kosten: $$
    Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten