Montag, 9. September 2013

Pancakes

Es ist Sonntagfrüh. Das Kind und der Göttergatte schlafen noch und ich geistere nach längerem Schlafmangel in die Küche. Da kommt mir ein Gedanke: Jetzt Pancakes, das wär's doch! Aber wie gehen die Teilchen doch gleich noch? Hmmmm...

Hier ein Orientierungsbild für die Teigkonstistenz..

Oben rechts ein hübsch gebräuntes Exemplar, daneben 2, die schon kurz vor dem Umdrehen sind und unten rechts ein ganz frisch in die Pfanne gegossener Pfannkuchen...

Hier nochmal ein genaueres Bild wegen der Bläschen. So in etwa sollte euer Pancake kurz vor dem Wenden aussehen.


Zutaten:

für 8 bis 10 Pancakes je nach Größe


3 Eier Größe M
1/2 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
etwas Butterschmal zum Ausbacken
kohlensäurehaltiges Wasser
ca. 7 - 8 EL Mehl (gehäuft)

Zubereitung:

  1. Die Eier mit dem Salz gut verquirlen.
  2. Dann etwas Sprudelwasser hinzufügen. Dadurch schäumen die Eier und die Mischung wird sehr luftig. Wieviel ihr braucht ist schwer zu sagen, hängt etwas vom Kohlensäuregehalt und euren Eiern ab. Ich schätze es sind etwas mehr als 2-3 Schnapsgläser voll Sprudelwasser gewesen. Die Masse sollte jedenfalls sichtbar aufschäumen und wesentlich voluminöser wirken.
  3. Jetzt das Mehl mit dem Backpulver mischen und löffelweise untermischen, dabei nicht zu stark rühren. Wenn der Teig euch zu fest oder zu flüssig erscheint, gebt ihr entweder Sprudel oder Mehl hinzu. Die Masse muss eher dicklich sein als flüssig, aber noch immer gießbar.
  4. Jetzt muss der Teig etwa 20 Minuten ruhen.
  5. Schmalz in die Pfanne geben und bei mittlerer Stufe erhitzen.
  6. Jetzt erstmal testweise einen Pancake (Durchmesser ca. 8 - 10cm)  in die Pfanne gießen. Der Teig sollte sich gut verteilen, aber nicht zu stark fließen.
  7. Die Temperatur etwas hoch regeln und den Pancake beobachten. Er wird vom Rand her fest und es bilden sich nach und nach sichtbare Blasen. Der Pfannkuchen geht dabei merklich auf und verliert seinen feuchten Glanz. Der Pancake wird auch ein wenig dunkler.
  8. Erst wenden, wenn wirklich viele Blasen da sind und der Pfannkuchen an Festigkeit gewonnen hat, wobei die Oberseite dabei noch feucht sein darf. 
  9. Restliche Pancakes genauso backen und im Ofen zwischenlagern bei 50°C Umluft bis alle fertig sind. Am besten stapelt man die Pancakes zwischen Küchentücker, damit das Fett vom Braten etwas herausgesogen wird.
  10. Mit Ahornsirup oder Zimt und Zucker servieren. Auch Frischkäse passt super dazu.
Zubereitungszeit: 20 min + 20 min Ruhezeit für den Teig
Schwierigkeitsgrad: * (allerdings darf man nicht ungeduldig sein, sonst werden die Pancakes nichts ;-))
Kosten: $

Sonntag, 8. September 2013

Petersilie-Mandel-Pesto

Ein einfaches Pesto, dem ein wenig Pimenton de la Vera den besonderen Touch verleiht.

Für etwa 400 g Pasta

Zutaten
1/2 Bund Petersilie
3 Zweige Thymian
1 Zweig Oregano
50 ml Mandeln
50 ml Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1 TL Meersalz
1/2 TL Pimenton de la Vera

Zubereitung
1. Mandeln und Knoblauch ohne Öl in einer Pfanne anrösten.
2. Petersilie, Oregano und die Nadeln des Thymian mit den Mandeln und dem Knoblauch in ein Püriergefäß geben. Salz und Öl zugeben und alles mit dem Pürierstab pürieren. Falls das Pesto zu fest wird, mehr Öl zugeben.
3. Mit Pimenton de la Vera würzen und gut umrühren. Fertig.

Zubereitungszeit: 15 min
Schwierigkeitsgrad: **
Kosten: $$ (gutes Öl verwenden! )

Samstag, 31. August 2013

Tomatensalat ala Pimenton de la Vera

Wenn Töchterchen den Mozzarella bereits beim Einkauf "Tomatenkäse" nennt, weiß man, dass die Kombination auch beim Nachwuchs einschlägt. Für die Zeit der ersten eigenen Balkontomaten empfehlen wir den Klassiker Tomate-Mozzarella mit einem besonders herzhaften Spezialdressing.


Für ca. 6 Portionen
Zutaten


500g Strauchtomaten
Eine Hand voll gewöhnlichem Basilikum
Eine Hand voll Zitronenbasilikum
Sieben große Rosmarinnadeln
Drei Stängel frischer gewöhnlicher Thymian
Zwei Stängel Zitronenthymian
Zwei Stück Mozzarella
Eine Hand voll Pinienkerne

und für das Dressing

50ml Keimöl
50ml Kräuteressig od. 75ml Zitronensaft
1 Teelöffel Salz
Teelöffel Zucker
2 Prisen Liebstöckel
Hauch Muskatnuss gemahlen, Kreuzkümmel
Prise Koriander
1 Becher Creme fraiche 200g
Teelöffel Pulver geräucherte Paprika (aka "Pimenton de la Vera")
Teelöffel Senf mittelscharf
Lake von einem der Mozz.

Zubereitung
Erst mal Butter bei die Fische, das Dressing kommt in Runde Zwo!
    Schritt 5
  1. Die Tomaten vierteln und etwaiges überschüssiges Tomatenwasser für das Dressing aufheben.
  2. Die Kräuter fein hacken und unter die Tomaten heben.
  3. Jetzt den Mozzarella würfeln und zusammen mit den ganzen Pinienkernen in den Salat geben.
  4. Nun das Dressing in einem großen Trinkglas (0,5l) oder einem Dressingshaker zubereiten!
  5. Zunächst das Keimöl und den Essig hinzugeben, und alle restlichen Zutaten, inklusive der halben Lake von einem der Mozzarellas, aber vorerst ohne die Creme fraiche, den Senf und das Tomatenwasser einrühren.
  6. Die Mischung im Shaker sehr gut durchschütteln oder im Glas mit einer Gabel gut durchmischen.
  7. Wenn eine schöne Emulsion entstanden ist, die Creme fraiche und den Senf unterheben und nochmals gut durchmischen. Dieser Schritt sollte in jedem Fall außerhalb des Dressingshakers passieren, da die Konsistenz zunächst durchaus zäh sein kann und man sich dann unnötig abmüht, die Masse wieder aus dem Shaker zu kratzen. 
  8. Aus diesem Grund mit dem Tomatenwasser oder der restlichen Lake das Dressing solange verdünnen, bis die Konsistenz für den individuellen Geschmack angenehm ist. Achtung: die Tomaten verwässern das Dressing noch, vorher nicht zuuu dünn werden lassen.
  9. Zuletzt das Dressing unter den Salat heben, alles gut durchmischen und schließlich mit Basilikum-Blättern garniert in kleinen Schüsseln servieren.

Wer es scharf mag, hat Glück und gibt dem Dressing noch drei vier Tropfen "Vicious Viper" oder zwei fein geringelte heimische Balkonchili bei. Damit ist der Salat aber nicht mehr für Kinder geeignet, denn die geräucherte Paprika bringt selbst schon etwas Schärfe mit.





Zubereitungszeit: ca. 20 min
Schwierigkeitsgrad: *
Kosten: $$


Samstag, 27. Juli 2013

Mit Käsecreme gefüllte Spitzpaprika vom Grill

Dieses einfache Gericht werden nicht nur die Vegetarier unter den Grillern lieben.
Für 3 Spitzpaprika
 
Zutaten
3 Spitzpaprika
150 g Feta
2 EL Frischkäse oder Ziegenfrischkäse
1 TL frisch gemahlener Pfeffer
6 EL gehackte frische Kräuter wie Kerbel, Petersilie und Schnittlauch
1 kleine Chili, fein gehackt
1 kleine Knoblauchzehe, gepresst
 
Zubereitung
1. Den "Deckel" der Spitzpaprikas vorsichtig ausschneiden und die Kerne entfernen. Den Deckel aufbewahren und falls nötig die Reste des Kerngehäuses entfernen.
2. In einer Schüssel Feta und die dazugehörende Salzlake mit einer Gabel zerdrücken.
3. Alle anderen Zutaten zugeben und zu einer Creme verrühren.
4. Die Creme mit Hilfe eines kleinen Löffels und eventuell einem Schaschlikspieß in die Spitzpaprikas füllen. Die Deckel wieder auf die Spitzpaprikas setzen.
5. Die gefüllten Spitzpaprikas auf dem Grill vorsichtig gahren und wenden, wenn die Haut der Paprika Farbe bekommt.
Zubereitungszeit: ca. 15-20 min
Schwierigkeitsgrad: **
Kosten: $

Dienstag, 16. Juli 2013

Zitronenlimonade

Auf ganz natürliche Art und Weise lässt sich schnell und kostengünstig eine sommerliche Erfrischung zaubern: Selbstgemachte Zitronenlimonade. 

Hier wurde schon genascht!


Für ca. 1,25 Liter (5 Gläser à 250 ml)

Zutaten

10-14 Stück Würfelzucker
1 Liter Wasser oder Mineralwasser
500g Zitronen (3-5 Stück)

Zubereitung

  1. Den Würfelzucker in 100 ml lauwarmem Wasser auflösen. Bewährt für die meisten Zitronenqualitäten haben sich 12 Stück Zucker. Wem das zu viel ist, der kann weniger Zucker nehmen, muss sich dafür aber mit einer trockeneren Limo begnügen. 
  2. Die Zitronen halbieren und auspressen. Den Saft durch ein sehr feines Sieb streichen und in den Limonadengrundstoff einrühren. Das Retentat (der Rückstand im Sieb) ist bitter und hat keine weiteren Verwendungsmöglichkeiten.
  3. Das Ganze mindestens 30 Minuten, besser 1h kaltstellen, damit der warme Grundstoff aus Schritt 1 die Limo nicht so sehr auslaugt.
  4. Anschließend mit kaltem Wasser oder besser Sprudelwasser in einer schönen Glaskanne oder -karaffe mit dem restlichen Wasser auffüllen.
  5. Danach etwas warten, bis sich der Schaum gelegt hat, oder alternativ den Schaum abschöpfen. Dieser Schritt dient lediglich der Optik und hat im Kontext des Filtrierens keine Auswirkung auf Geschmack oder Textur der Limo.
  6. Sofort kalt servieren, je nach Geschmack auf Eis, mit Minze oder Zitronenmelisse - Strohhalm nicht vergessen!
Wer es sich traut, kann die Zitronen durch Ablecken der Schnittfläche auf ihren Säuregrad prüfen und die Zuckerwürfelmenge entsprechend anpassen. Das ist besonders lustig, wenn die lieben Kleinen bei der Zubereitung helfen dürfen!

Der Geschmack der Limo ist zuvorderst von Qualität und Reifegrad der Zitronen abhängig. Erstaunlicherweise haben sich Bio-Zitronen nicht immer als besser herausgestellt. Hier hilft nur mit dem Angebot der örtlichen Händler und Supermärkte zu experimentieren.

Schritt 1 lässt sich übrigens als Basisrezept für Limonadengrundstoff auf vielfältige Art und Weise zu anderen Limonaden weiterverarbeiten. Probiert doch mal mit anderen Früchten und Aromen ein bisschen herum und meldet euch in den Kommentaren, wie eure Variante gelungen ist! Wenn Interesse besteht, können wir auch mal einen Grundstoff präsentieren, der nicht mit Kristallzucker gesüßt wird.

Schwierigkeitsgrad *
Kosten $
Zubereitungszeit: 10 Minuten plus Abkühlzeit 

Montag, 15. Juli 2013

Thailändische Fischsuppe

Wer Tom Ka Gai Suppe und Fisch mag, wird diese cremige Suppe lieben.
Als Vorspeise für 4 Personen

Zutaten
ca. 300 g Dorschfilet
2 Dosen Kokosmilch
4-6 EL Fischsauce
2 daumengroße Stücke Ingwer
4 EL Limettensaft
4-6 Kafir-Limettenblätter, getrocknet
3 Chilies
2 Stängel Zitronengras
frischer Koriander nach Belieben

Zubereitung
1. Den Fisch in mundgerechte Stücke schneiden. Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden. Chilies fein hacken. Zitronengras in grobe Stücke schneiden. Limettenblätter im Mörser zerstoßen und die Blattadern und -stängel aussortieren. Koriander grob hacken.
2. Den Inhalt von 2 Dosen Kokosmilch zusammen mit den zerstoßenen Limettenblätter, Ingwer und Zitronensaft aufkochen.
3. Fisch und Fischsauce zugeben und 3-4 min köcheln lassen.
4. Limettensaft, Chilies und Koriander zugeben und servieren.

Zubereitungszeit: 15 min
Schwierigkeitsgrad: *
Kosten: $$
 

Mittwoch, 10. Juli 2013

Erdbeer-Käsekuchen mit Gries

Dieser Käsekuchen ohne Boden ist mein neuer erklärter Lieblingskuchen, zumal er luftig und locker ist und noch dazu ein echter Hingucker. Freunden der leichten Sommerküche sei versichert, daß er ganz ohne Butter auskommt.

Für eine 26 cm Springform, also ca. 12 Stücke

Zutaten
500 g Quark
350 g saure Sahne
6 Eier
100 g Zucker
1 Zitrone
Vanillemark
100 g Gries
1 Packung Erdbeeren

Zubereitung
1. Die Eier trennen und zunächst  das Eigelb mit Quark, Zucker, saurer Sahne, abgeriebener Zitronenschale, Vanillemark von 1 Schote und 2 El Zitronensaft verrühren. Den Gries unterrühren.
2. Einweiß mit einer Prise Salz steifschlagen. Vorsichtig unter den Teig heben.
3. Den Ofen auf 200ºC vorheizen. Eine 26 cm Springform einfetten und den Teig hineingeben.
4. Den Kuchen insgesamt 45 min backen. Nach etwa der Hälfte der Zeit sollte die Oberfläche eine schöne goldbraune Farbe angenommen haben. Dann ist es Zeit, die Temperatur um etwa 50ºC zu reduzieren und den Kuchen mit Alufolie abzudecken.
5. Nach der Backzeit sollte der Kuchen langsam, also für mindestens eine halbe Stunde bei leicht geöffneter Ofenklappe abkühlen. Keine Angst, wenn er dabei ein wenig in sich zusammenfällt. Anschließend den Kuchen außerhalb des Ofens komplett abkühlen lassen.
6. Vor dem Servieren eine Handvoll Erdbeeren mit etwas Zitronensaft und je nach Wunsch etwas Zucker pürieren. Die restlichen Erdbeeren putzen und vierteln, dann auf dem Kuchen verteilen und mit pürierten Erdbeeren beträufeln.

Schwierigkeitsgrad: **
Kosten: $$
Zubereitungszeit: 2 Stunden inkl. Ruhezeit im Ofen