Sonntag, 4. November 2012

Kürbismarmelade "Cinderellas Kutsche"

Da der Gartenkürbis von meinen lieben Schwiegereltern ein riesiges Ding war, hat er für mehr als einmal Marmeladekochen ausgereicht. Diesmal gibt es aber statt der furchtig-scharfen Variante einen mild-süßen Gaumenschmaus: Kürbis triff Zitrone und Vanille!

Zutaten

für 5 bis 6 Gläser

800g Kürbisfruchtfleisch (Muskatkürbis geschält oder Hokkaido mit Schale bieten sich an)
1 Vanilleschote
200ml Zitronensaft von frischen Zitronen
200ml Wasser
500g Gelierzucker 3:1

Herrlich orange mit kleinen Ascheflöckchen äh Vanillemark...

Zubereitung

  • Kürbisfruchtfleisch grob würfeln und mit dem Wasser in einem großen Topf dünsten bis er zerfällt.
  • Kürbismasse fein pürieren, so dass man einen dicklichen Saft bekommt.
  • Zitronensaf und Gelierzucker untermischen.
  • Die Vanilleschote aufschneiden, das Mark auskratzen und in den Saft geben. Die Schote ebenfalls hineingeben.
  • Den Gelierzucker unterrühren und die Marmelade nach Packungsanleitung kochen.
  • Die Schote herausnehmen.
  • Marmelade in saubere Schraubgläser füllen und diese 5 Minuten lang kopfüber stellen.

Anmerkungen

Warum diese Marmelade "Cinderellas Kutsche" heißt, könnt ihr euch sicher denken: In der französischen Variante des Märchens von Aschneputtel Cendrillon ou la Petite Pantoufle de verre („Cendrillon oder der kleine gläserne Pantoffel“) von Charles Perrault taucht die Kutsche, die aus einem Kürbis gezaubert und von in Apfelschimmel verwandelten Mäusen gezogen wird, schon 1697 auf. Diese Version der Geschichte war es auch, die Walt Disney's Cinderella nachhaltig prägte.
Die kleinen hübschen Vanillepünktchen erinnern ein wenig an die Asche, die Cinderella im Gesicht trägt, der Kürbis ist die Kutsche - Deshalb also der Name!

Schwierigkeitsgrad: *
Kosten: $$
Zubereitungszeit: ca. 25 min


Freitag, 2. November 2012

Marmelade "Herbstfeuer"

Jetzt, da es wieder viele, viele Kürbisse gibt, geht bei mir immer das Grübeln los: Was mache ich aus den schönen, leuchtend orangen Früchten... außer die 723. Suppe der Saison?
Zum Schnitzen habe ich keine Muße und irgendwie halte ich das auch für ein kurzes Vergnügen, denn die Kunstwerke halten meist nicht wirklich lange durch, außer man besprüht sie mit Lack oder Haarspray. Da beides stinkt und ich ungern Essen verschwende, habe ich mich dann für diese Variante entschieden: Kürbismarmelade mit Pfiff!

Zutaten

für 5 bis 6 Gläser

600g Muskat- oder Hokkaidokürbisfruchtfleisch (den Muskatkürbis bitte schälen!)
100g Birne
600ml Orangensaft
1 Stück Ingwer (ca. walnußgroß)
1 Päckchen Einmachhilfe
500g Gelierzucker 3:1
1 kleine, getrocknete Chilischote





Zubereitung

  • Den (vorbereiteten) Kürbis in ca. 2x2cm große Würfel schneiden.
  • Die Birne ebenfalls würfeln.
  • Beides in einen großen Topf geben und mit dem Orangensaft übergießen.
  • Den Ingwer schälen und fein reiben. In den Topf geben.
  • Die Chilischote im Mörser zerstoßen und ebenfalls beifügen.
  • Alles aufkochen lassen bis der Kürbis anfängt zu zerfallen.
  • Topf vom Herd nehmen.
  • Die Masse fein pürieren bis keine Stückchen mehr sichtbar sind.
  • Jetzt Gelierzucker und Einmachhilfe beifügen und gut verrühren.
  • Den Topf wieder auf den Herd stellen und die Marmelade nach Packungsanleitung kochen.
  • In saubere Schraubgläser füllen und 5 Minuten auf den Kopf stellen.
  • Abkühlen lassen.

Schwierigkeitsgrad: *
Kosten: $
Zubereitungszeit: ca. 25 min



Dienstag, 16. Oktober 2012

Steinpilze und Hühnchenstreifen an Ziegenkäsepürrée

Das Kind krank daheim und der Kühlschrank voller leckerer Zutaten? Da ist selbstkochen angesagt - aber in schnell! Heute habe ich einige Convenience-Produkte zu einem schmackhaften, schnellen und überdies noch hübsch anzuschauenden Gericht zusammengebraut. Die Hauptrolle spielen jahreszeitlich angemessene Steinpilze und ein saftiges Hühnchenbrustfilet - und aus dem Off flüstert es ganz ganz leise "Ziegenkäse". Viel Spaß beim Nachkochen!


Für 2,5 Personen als Hauptgericht

Zutaten
1 Packung TK-Hühnerbrustfilet (500g)
1 Packung TK-Steinpilze (250g)
1 Becher Saure Sahne oder Crème Fraîche (200ml)
1 Beutel Instant-Kartoffelpürrée
400 ml Vollmilch
2 mittelgroße Zwiebeln
100g Ziegengouda am Stück
30g Butter
1 Zehe chinesischer Knoblauch, oder 3 mittlere Zehen Gartenknoblauch
Butterschmalz

Paprikapulver, edelsüß
Rosmarin, Thymian, Oregano - gerebelt
Liebstöckel - gemahlen
Pfeffer, schwarz - gemahlen
Salz

Zubereitung

  1. Die Zwiebeln grob würfeln und im Topf in etwas Butterschmalz andünsten.
  2. Die Steinpilze tiefgefroren zu den Zwiebeln geben und bei mittlerer Hitze ca. 12 Minuten weiterdünsten lassen.
  3. In der Zwischenzeit das Hühnchenfilet in reichlich Butterschmalz in der Pfanne bei großer Hitze beidseitig anbraten und schließlich abdecken. Bei mittlerer Hitze weiter garen lassen.
  4. Nun die Pilze mit 200ml Vollmilch aufgießen und den grob gewürfelten Knoblauch zugeben.
  5. Rosmarin, Thymian, Liebstöckel und Oregano großzügig an die Pilzsoße geben und gut durchrühren. Die Pilze aufkochen lassen und dann bei mittlerer Hitze etwas reduzieren. 
  6. Nun einen halben Liter Wasser mit einem gestrichenen Teelöffel Salz aufkochen lassen und vom Herd nehmen. Das Pürréepulver zusammen mit 200ml Milch, dem Paprikapulver und 30g Butter in den Topf geben und mit einem Schneebesen durchrühren. 
  7. Nicht vergessen, das Fleisch vom Herd zu nehmen - aber weiterhin zugedeckt lassen, so bleibt es schön saftig! Die Pilze schließlich auf kleine Flamme drehen. Das Pürrée nochmals durchrühren.
  8. Zur Pilzsoße nun die Saure Sahne bzw. die Crème Fraîche geben, gut durchrühren und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Bis zum Anrichten auf kleiner Flamme weiterköcheln lassen.
  9. Den Ziegenkäse fein würfeln und unter das Kartoffelpürrée heben. Ziel ist, den Käse nur etwas anschmelzen zu lassen, damit im Pürrée noch etwas zum Draufbeißen ist - das Pürrée darf also nicht mehr zu heiß sein.
  10. Zuguterletzt die Filets aus der Pfanne nehmen, mit einem guten Messer längs in dünne Scheiben schneiden und zusammen mit den Pilzen und dem Pürrée anrichten - am Besten sofort frisch vom Herd weg verzehren! Guten Appetit!


Schwierigkeitsgrad: *
Kosten: $
Zubereitungszeit: ca. 25 min

Sonntag, 14. Oktober 2012

Rentierfilet

Noch ein Rezept zum Thema "Die besten Dinge sind die einfachstenen": Rentierfilet. Hier ist die Fleischqualität wichtiger als jeder Küchenkniff.

Für 2 Personen als Hauptgericht 

Zutaten
2 Rentierfilets a ca. 300 g
Olivenöl
Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Zubereitung
1. Sehnen entfernen.
2. Fleisch kurz abspülen und trockentupfen.
3. Olivenöl in der Pfanne heiß werden lassen. Dann das Fleisch hineinlegen und von jeder Seite zweimal ca. 1,5 min anbraten.
4. Mit Salz und Pfeffer würzen. Fertig.

Dazu passen Preißelbeeren und Rosmarinkartoffeln.

Zubereitungszeit: 10 min
Kosten: $$-$$$
Schwierigkeitsgrad: *





Samstag, 13. Oktober 2012

Kürbissuppe mit Ingwer

Kürbis und Ingwer harmonieren in dieser cremigen Herbstsuppe, die fast schon ein Klassiker ist. Dabei ist sie so einfach zu kochen.

Für ca. 6 Teller als Hauptgericht

Zutaten
1 mittelgroßer Butternußkürbis
Olivenöl
1 Gemüsezwiebel
2 große Kartoffeln
1 EL geriebener Ingwer
ca. 1 l Gemüsebrühe
Creme fraiche oder Kräuter zum Garnieren
Salz und Pfeffer

Zubereitung
1. Kürbis schälen, entkernen und in einige cm große Stücke schneiden.
2. Zwiebel schälen und groß hacken.
3. Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden.
4. Kürbis, Zwiebel und Kartoffeln in einem Topf in Olivenöl anschwitzen, bis die Zwiebel Farbe bekommt.
5. Den Ingwer zugeben. Alles mit Gemüsebrühe auffüllen, bis alles in etwa mit Brühe bedeckt ist.
6. Aufkochen und dann bei geringerer Hitze köcheln lassen, bis Kürbis und Kartoffel gar sind.
7. Die Suppe cremig pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
8. Auf dem Teller mit Creme fraiche oder Kräutern garnieren.
 Schwierigkeitsgrad: *
Kosten: $
Zubereitungszeit: ca. 45 min

Pflaumenkuchen (Zwetschgenkuchen) mit Zimt und Streuseln


Einer meiner Lieblingskuchen von meiner Oma und einer der besten Kuchen im Herbst überhaupt ist Pflaumenkuchen! Und dabei ist er so einfach zu backen. Aber die besten Rezepte sind oftmals die einfachen. Hier kommt eine Variante mit Hefeteig.

Für ein kleines Backblech

Zutaten
Für den Teig
300 g Mehl
1 Ei
1 Päckchen Trockenhefe
60 g Zucker
30 g Butter
125 ml Milch

Für den Belag
750 g Pflaumen
3 TL Zimtpulver
3 EL Zucker
2 EL Sonnenblumenöl

Für die Streusel
100 g Mehl
75 g Zucker
75 g Butter

Zubereitung
1. Milch und Butter in der Mikrowelle auf etwa handwarm erhitzen. Die Trockenhefe darin auflösen.
2. Ei, Zucker und Mehl zugeben und zu einem glatten Teig verarbeiten.
3. An einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen.
4. Den Teig gleichmäßig auf einem kleinen Backblech mit Backpapier ausbreiten.
5. Pflaumen entkernen und je nach Größe vierteln oder achteln.
6. Zucker, Zimt und Öl zu den Pflaumenstücken geben und alles gut mischen.
7. Die Pflaumenstücken auf dem Teig verteilen.
8. Die Zutaten für die Streusel mit der Hand verkneten. Nicht zu lange kneten, damit die Streusel krümelig bleiben. Die Streusel über dem Kuchen verteilen.
9. In der Mitte des Ofens bei 180°C ca. 35 min backen.

Schwierigkeitsgrad: *
Kosten: $
Zubereitungszeit: ca. 1 Stunde


Montag, 8. Oktober 2012

Apfel-Cranberry-Chutney

Chutney ist in Deutschland noch immer nicht richtig angekommen. Dabei ist es eine tolle Möglichkeit, die Apfelernte in etwas zu verwandeln, das nicht in die Kategorien Apfelmus, Marmelade oder Kuchen fällt. Letztes Wochenende habe ich deshalb mit meiner Freundin aus Irland zum Chutney-Wochenende erklärt. Hier ist eines der beiden Chutney-Rezepte, das wir zubereitet haben:

Für ca. 4-5 kleine Gläser

Zutaten
750 g geschnittene Äpfel, festkochende Sorte
250 g getrocknete Cranberries
1 Zwiebel
350 ml Apfelessig
200 g Zucker
1 TL geriebener Ingwer
1 TL Kurkuma
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL gemahlener Koriandersamen
2 TL Salz
 
Zubereitung
1. Äpfel waschen, schälen und in Würfel mit ca. 2 cm Kantenlänge schneiden.
2. Zwiebel schälen und fein hacken.
3. Alle Zutaten in einen Topf geben und zum Kochen bringen. 
4. Bei geringer Hitze 45 min simmern lassen, bis die Äpfel durchgegart sind und das Chutney leicht eingekocht ist. Gelegentlich umrühren.
5. In sterilisierte Einkochgläser abfüllen.





Chutney ißt man zu Käse, zum Beispiel Cheddar. Die süßsaure Spezialität paßt hervorragend zum salzig, cremigen Käsearoma.

Zubereitungszeit: ca. 75 min
Kosten: $$ (kommt darauf an, welche der Gewürze man schon zu Hause hat.
Schwierigkeitsgrad: *